Der Nettoertrag der Cembra Money Bank blieb im ersten Semester derweil mit 267,2 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr stabil, wie das Finanzinstitut am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich stieg der Reingewinn dagegen um 6 Prozent auf 92,3 Millionen Franken.

Beim Geschäftsaufwand profitierte die Bank weiter von seinen Effizienzsteigerungen: Der Aufwand bildete sich im Vorjahresvergleich um 9 Prozent auf 60,9 Millionen Franken zurück. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich entsprechend klar auf 43,5 Prozent (Vorjahr 47,6 Prozent).

Nettoforderungen stabil

Die Nettoforderungen der Konsumkreditbank gegenüber den Kunden erhöhten sich per Mitte des Jahres um 2 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken. Auch im Geschäft mit den Privatkrediten nahmen die Forderungen dabei wieder um 2,2 Prozent zu, während sie in der Fahrzeugfinanzierung um 1 Prozent und im Kreditkartengeschäft um 2 Prozent anstiegen.

Die Verlustquote lag in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 mit 1,1 Prozent etwas über der Vorjahresperiode (0,9 Prozent), das liege aber innerhalb der von Cembra erwarteten Bandbreite, heisst es. Der Anteil der gefährdeten Forderungen (NPL) sank auf 1,7 Prozent gegenüber 1,9 Prozent per Ende 2025

Portfolio über 800 Millionen Franken

Das Institut übernimmt nun einen «wesentlichen Teil» des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander Consumer Finance. Die Transaktion umfasse ein Finanzierungsportfolio von rund 800 Millionen Franken sowie die beabsichtigte Übertragung von neun Partnerbeziehungen, heisst es.

Der Abschluss der Transaktion soll vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen im November 2026 vollzogen werden. Die Akquisition werde das Fahrzeugfinanzierungsgeschäft von Cembra deutlich stärken, insbesondere im Neuwagensegment, gibt sich die Bank zuversichtlich.

Der Kauf soll den Gewinn pro Aktie ab 2027 steigern und ab 2028 die Eigenkapitalrendite der Gruppe um rund 25 Basispunkte erhöhen. Finanziert werden soll er durch eine Kombination aus rund 680 Millionen Franken zusätzlicher Fremdfinanzierung und rund 120 Millionen Franken Eigenkapital. Dabei wird Cembra eigene Aktien in Höhe von rund 2,0 Prozent des Aktienkapitals einsetzen.

Neue Prognose

Einschliesslich der einmaligen Effekte aus der geplanten Transaktion erwartet Cembra nun für 2026 eine Eigenkapitalrendite von rund 14 Prozent und eine Verlustquote leicht über der mittelfristigen Prognose von rund 1 Prozent. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis wird bei «unter 43 Prozent» erwartet, die Tier 1-Kapitalquote bei «rund 17 Prozent».

Cembra strebt für das laufende Geschäftsjahr unverändert eine Dividende von mindestens 4,60 Franken an. Ein Update zu seiner Strategie und seinen Finanzzielen wird Cembra an einem Investorentag Anfang Dezember 2026 vorlegen.

(AWP)