Die Genehmigung sei während des Besuchs von Nvidia-Chef Jensen Huang in dieser Woche erteilt worden, sagten ​zwei mit der Angelegenheit vertraute ‌Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur ‌Reuters. Der Schritt markiert eine Wende in der Haltung Pekings. Die Regierung versucht, ihren Bedarf an fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz (KI) mit der Förderung heimischer Technologieentwickler in ⁠Einklang zu bringen. Die Freigabe umfasse mehrere Hunderttausend H200-Chips. Die erste Charge sei vor allem drei grossen ​chinesischen Internetkonzernen zugeteilt worden, hiess es weiter. ‌Andere Unternehmen stünden für nachfolgende ‍Genehmigungen bereits in der Warteschlange. Stellungnahmen der chinesischen Ministerien für ​Industrie und Handel sowie von Nvidia lagen zunächst nicht vor.

Hintergrund ist die Dominanz von Nvidia auf ‌dem Markt für KI-Chips. Grosse Technologiekonzerne ⁠wie Microsoft, Google und Amazon ‌entwickeln zwar eigene Chips, um ihre Abhängigkeit von Nvidia zu verringern. ‍So stellte Microsoft erst am Montag seinen neuen KI-Chip «Maia 200» vor. Bislang kann jedoch ​kein Konkurrent Nvidia bei der Leistungsfähigkeit der ‍Chips und der dazugehörigen Software-Plattform Cuda das Wasser reichen.

(Reuters)