Der französische Autobauer verkaufte in den ersten sechs Monaten 1,17 Millionen Autos und Transporter, was einem Rückgang von 0,4 Prozent entspricht, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im ersten Quartal hatte das Minus allerdings noch bei 3,3 Prozent gelegen. Renault verwies auf seine Strategie, die Profitabilität über reine Verkaufszahlen zu stellen. So fuhr der Konzern auf seinem wichtigsten Markt Frankreich den Verkauf von margenschwächeren Fahrzeugen, etwa an Autovermietungen, zugunsten des Privatkundengeschäfts zurück.
In Europa, wo Renault mehr als 70 Prozent seiner Verkäufe erzielt, verzeichnete die Kernmarke dank des Erfolgs des Elektromodells R5 ein Absatzplus von 2,6 Prozent. Dagegen sanken die Auslieferungen der Billigtochter Dacia um 8,7 Prozent. Die Marke leidet unter einem begrenzten Elektro-Angebot, das sich auf das aus China importierte Modell Spring beschränkt. Dem Konzern zufolge macht sich das Wachstum chinesischer Marken in Europa zunehmend bemerkbar. Die Nachfrage nach Elektroautos, bei denen Hersteller aus der Volksrepublik mit sehr wettbewerbsfähigen Preisen punkten, hat sich seit dem durch den Iran-Krieg ausgelösten Anstieg der Kraftstoffkosten beschleunigt. Seine vollständigen Halbjahreszahlen will Renault am 30. Juli vorlegen.
(Reuters)

