Die Commerzbank pocht im Ringen um eine Übernahme mit der Unicredit auf ein belastbares Konzept der italienischen Grossbank als Voraussetzung für Gespräche. «Wir brauchen eine Grundlage - ein Eckpunkte-Papier mit klaren Parametern», unterstrich Bettina Orlopp am Freitag in einer Video-Botschaft an die Mitarbeiter, deren Inhalt Reuters vorlag. «Parameter, die zeigen, wie so eine Transaktion aus Sicht der UniCredit gestaltet werden könnte, um für alle Stakeholder Wert zu schaffen», fügte sie hinzu: «Erst dann ergeben Gespräche Sinn.» Aussagen von Unicredit-Chef Andrea Orcel, er habe ein freiwilliges Übernahmeangebot an die Commerzbank angekündigt, um einen Dialog zu beginnen, könne sie nicht nachvollziehen.
Die Unicredit, die knapp 30 Prozent an dem Frankfurter Institut hält, hatte am Montag ein Übernahmeangebot für die Commerzbank in eigenen Aktien in Aussicht gestellt, um die 30-Prozent-Hürde zu überspringen und die Commerzbank-Führung und die Bundesregierung zu Gesprächen zu bewegen. «Wir wollen die Pattsituation mit der Commerzbank durchbrechen», hatte Orcel dazu gesagt. Orlopp entgegnete nun: «Ich sage offen: Das ist für mich nur schwer nachvollziehbar.»
(Reuters)

