Die Aktien des Pharmakonzerns Novartis verlieren 0,05 Prozent auf 90,3 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) 0,2 Prozent tiefer steht. Seit Jahresbeginn hat der Titel 8 Prozent gewonnen und performt damit deutlich besser als die Konkurrentin Roche. Deren Genussschein steht in derselben Zeitperiode 2 Prozent tiefer.

Vontobel erhöht das Kursziel für Novartis von 94 auf 100 Franken und belässt die Einstufung auf "Buy". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt damit knapp 11 Prozent.

Die Pipeline des Pharmaunternehmens entwickle sich in die richtige Richtung, schreibt Analyst Stefan Schneider. Die jüngsten Daten zum Krebsmedikament Kisqali sind zwar nicht so gut wie von ihm erhofft ausgefallen, gleichwohl sieht er nach Gesprächen an der ASCO-Konferenz mit Experten und Ärzten eine grosse Zustimmung für das Medikament. Seine risikobereinigten Spitzenumsätze für Kisqali beziffert er auf 2,6 Milliarden US-Dollar. 

Gleichzeitig begrüsst er die Transformation des Basler Pharmakonzerns hin zu einem auf innovative Medikamente fokussierten Unternehmen sowie das neue Organisationsmodell. Er verweist dabei auf die jüngsten Pipeline-Erfolge und ESG-Bemühungen.

Novartis ist im ersten Quartal eine positive Überraschung gelungen. Nicht nur, dass der Pharmakonzern dynamisch gestartet ist, er hat auch gleich die Jahresprognose angehoben. Und die vor der Abspaltung stehende Novartis-Generikasparte Sandoz hat erst am Donnerstag ihren künftigen Aktionären eine progressive Dividendenpolitik in Aussicht gestellt.

(cash/AWP)