Das cash-Börsenspiel endete am Mittwoch um 12:00 Uhr. Der oder die Siegerin heisst: «pupetta». Die Person hinter dem Pseudonym hat mit den Trades die restlichen Spiele-Teilnehmerinnen und -teilnehmer (insgesamt 2477 Portfolios) in den Schatten gestellt und darf die Preissumme von 10'000 Franken entgegennehmen - gesponsert von der bank zweiplus. 

Wer steckt hinter «pupetta»? cash.ch wird die Person dahinter in einem späteren Artikel näher vorstellen – und auch die Handelsstrategie, welche zum Sieg führte. Nur soviel: Es kamen keine Derivate zum Einsatz. Es wurde vor allem auf kleinkapitalisierte Schweizer Aktien gesetzt. 

In den letzten zweieinhalb Handelstagen wurde es noch einmal spannend um den Gesamtsieg. «pupetta» konnte den Portfoliowert in kleinen Schritten von 240’475 auf finale 255'223 Franken und auf ein Performance-Plus von total 155 Prozent ausbauen. «pupetta» stellte damit eindrücklich die Handelsqualitäten unter Beweis, auch wenn es noch einmal eng wurde, da «silversurfer» dahinter regelrecht den Turbo zündete.

Denn lag der nun Zweitplatzierte am vergangenen Freitag noch auf dem eigentlich «chancenlosen» sechsten Platz, hatte er (oder sie) in den letzten zweieinhalb Tagen den Portfoliowert auf 248'586 von zuvor 195'419 Franken steigern können. So kam «silversurfer» am Dienstagabend bis auf 2,0 Prozent an die Spitze heran. In den letzten drei Handelsstunden am Mittwoch konnte die Differenz aber nicht mehr gutgemacht werden. 

Die Strategie von «pupetta» und des Zweitplatzierten könnte dabei nicht unterschiedlicher sein. Während «pupetta» 516 Trades tätigte und mittels «Day-Trading» diszipliniert handelte, hielt «silversurfer» an den elf Positionen vom ersten Tag des Börsenspiels bis zum Schluss eisern fest. 

Beim Day-Trading werden kurzfristige Kauf- und Verkaufsaufträge innerhalb eines einzelnen Handelstages getätigt. Das Ziel ist es, von Kursschwankungen während des Handelstages zu profitieren. Dabei werden praktisch keine Positionen über Nacht gehalten. So können die Risiken zwischen Börsenschluss und Handelsbeginn am nächsten Tag minimiert werden. 

Auf den Plätzen drei bis fünf landen «superscoopy0631», «paedaericco» und «grello», welche den Portfoliowert ebenfalls um mehr als 100 Prozent steigern konnten. «peter86» auf Rang sechs mit einem Wert von 198'760 Franken ist dabei der Teilnehmende, welcher den höchsten Einzelgewinn realisierte. 

Von den insgesamt 4745 registrierten Spielerinnen und Spielern haben es 2477 Portfolios ins Ziel geschafft. 48 Teilnehmende erwirtschafteten einen Gewinn grösser 30 Prozent. Zusammengerechnet haben die Portfolios einen Durchschnittswert von 101'722 Franken erreicht (von 100'000 Franken Spielgeld zu Beginn). Zudem haben 1337 Portfolios und somit mehr als die Hälfte der Teilnehmenden das cash-Börsenspiel mit einem Kursgewinn abgeschlossen. Zum Vergleich: Auf vielen Börsenhandelsplattformen erzielt nur ein Viertel der Teilnehmenden Kursgewinne.

Der meistgehandelte Titel ist die Aktie der US-Erdölfirma Battalion Oil. Zu Beginn des Börsenspiels schoss der Titel innert dreier Tage um 400 Prozent in die Höhe, ehe es seit dem 3. März mit den Kursen wieder stetig rückwärts ging. Am Dienstagabend schloss der Valor wieder auf dem gleichen Kursniveau wie zu Beginn des Börsenspiels. Der Valor hat sich damit als Zockeraktie bestens geeignet – sofern man zum richtigen Zeitpunkt ein- und ausgestiegen ist. Nachfolgende Grafik zeigt die meistgehandelten Instrumente beim cash-Börsenspiel:

cash-Portfolio schlägt sich beachtlich

Das Portfolio der cash-Redaktion musste in den letzten zweieinhalb Börsentagen einen weiteren kleinen Dämpfer hinnehmen. Am Schluss resultierte für das cash-Portfolio dennoch der sehr gute 109. Platz. Bis vor zwei Wochen war das Portfolio sogar zwischen den Rängen 80 und 90 klassiert.

Nach einem Gesamtplus von 19,3 Prozent am vergangenen Freitag ging das Portfolio schlussendlich mit einem Kurszuwachs von beachtlichen 18,9 Prozent aus dem Börsenspiel. Keiner der Titel im Portfolio von LeonteqPartners Group, Logitech. Newron bis Palo Alto vermochte am Ende überdurchschnittliche Impulse zu leisten. Einen guten Riecher bewies die Redaktion allerdings, als sie vor Ausbruch des Irak-Krieges Calls auf steigende Ölpreise kaufte.

Thomas Daniel Marti
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Daniel Hügli
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