Das sind die Lieblingsaktien der cash-User

Tagtäglich diskutieren cash-User über steigende und fallende Aktienkurse. Welche Titel sind derzeit im Forum gerade im Trend? cash bringt eine Auswahl der meistgenannten Anlagetipps.
13.03.2013 01:00
Von Pascal Meisser
Der Thuner Solarzulieferer gehört zu den Lieblingsunternehmen der cash-User.
Der Thuner Solarzulieferer gehört zu den Lieblingsunternehmen der cash-User.
Bild: cash

"Ich werde einsteigen, wenn es charttechnisch deutliche Zeichen für einen Kursanstieg gibt", schreibt User fritz zur Logitech-Aktie. Und Chliinejos meint zu Basilea: "Wo sind die guten Nachrichten? Ich überlege mir eine erneute Investition bei 50 Franken." Diese und weitere Kommentare verfassen jeden Tag hunderte von cash-Lesern, die sich kostenfrei im Forum registriert haben. In den letzten Monaten haben sich bei den Forumsteilnehmern einige Aktienfavoriten herauskristallisiert – von soliden SMI-Titeln bis hin zu risikoreichen Zockerpapieren.

Aktien mit Potenzial

UBS und ABB sind die cash-User-Favoriten. Beide Aktien sind mit Abstand die meistdiskutiertesten SMI-Titel, und die Meinung der Forumsteilnehmer ist einhellig. "Wer auf einen anderen Titel setzt als ABB, hat den wahren Wert der Firma nicht erkannt", sagt User Elias. Auch bei der UBS-Aktie sind die meisten Kommentare positiv gestimmt.

Tatsächlich sind beide Titel weiterhin kaufenswert. Die ABB-Aktien sind trotz der jüngsten Kursgewinne noch immer günstig bewertet. Zudem wird das Unternehmen von einem Wirtschaftsaufschwung überdurchschnittlich profitieren. Etwas vorsichtiger sollten Anleger beim UBS-Titel agieren. Zwar gehört die Grossbank wie auch die Credit Suisse zu den bestkapitalisiertesten Banken der Welt. Allerdings wird ihnen der zunehmende Druck auf die Gewinnmargen weiterhin zu schaffen machen.

Meyer Burger und Kudelski sind eine interessante, aber nicht risikolose Depotbeimischung. Meyer Burger ist im Zug der Solarbranchenkrise gewaltig unter die Räder gekommen. Die Aktienkurse sind seit dem Hoch bei 44 Franken um über 60 Prozent eingebrochen. Anleger, die den Thuner Solarzulieferer als Gewinner bei einem möglichen Aufschwung der Branche sehen, können derzeit günstig einsteigen. Derzeit lastet allerdings noch die Gefahr einer Kapitalerhöhung auf den Aktienkursen.

In die Kudelski-Aktie ist in den letzten Wochen wieder Bewegung gekommen. Mit einem Plus von 20 Prozent in den letzten vier Wochen zählt Kudelski zu den Schweizer Top-Aktien. Für Schub hatte der besser als erwartet ausgefallene Gewinn 2012 sowie die damit verknüpfte Dividendenverdoppelung gesorgt. Setzt sich die operative Verbesserung trotz schwierigem Umfeld auch dieses Jahr fort, wird sich das markant im Aktienkurs niederschlagen.

Zockertitel für Risikobewusste

Unter den meistbesprochensten Aktien der cash-User befinden sich aber auch drei Titel, von denen konservativ orientierte Anleger die Hände lassen sollten: Newron, der Aktien-Highflyer von 2012, Evolva und Swisslog sind Papiere mit Zocker-Charakter.

Newron war 2012 mit einem Plus von 240 Prozent die mit Abstand beste Aktie an der Schweizer Börse. Das Biotechunternehmen ist zudem langfristig finanziert, der Unternehmenserfolg hängt aber am Erfolg des Parkinson-Wirkstoffs Safinamide ab. Derzeit wird mit einem Zulassungsgesuch in der EU und den USA für das vierte Quartal gerechnet. Je nach Ausgang des Gesuchs kann der Kurs nach oben oder nach unten ausbrechen.

Aus der gleichen Branche stammt Evolva. Das Basler Biotechunternehmen will sich als Hersteller von Nahrungszusatzstoffen etablieren. Derzeit erforscht sie die Herstellprozesse für Safran und Zuckerersatze. Für 2013 rechnet das Unternehmen mit einem signifikanten Umsatzwachstum. Entscheidend ist aber, ob Evolva die geplante Kapitalerhöhung über gut 31 Millionen Franken erfolgreich abschliessen kann und einen Produktionspartner bei der Süssmittelherstellung findet. In den letzten 52 Wochen haben sich die Valoren fast verdoppelt und damit schon einiges an Kursfantasie vorweggenommen.

Und der Logistik-Spezialist Swisslog befindet sich noch immer in einer Restrukturierungsphase. Dies drückte auch auf den Reingewinn 2012, der ohne Sonderbelastungen über Erwarten ausgefallen wäre. Das schlechte wirtschaftliche Umfeld verhindert aber einen stabilen Aufschwung, was sich auch im Aktienkurs niederschlägt. Dieser liegt nach wie vor 75 Prozent unter dem Höchststand, der vor gut zehn Jahren erreicht wurde.