Die Aktie von ABB hat in den vergangenen fünf Tagen mehr als 11 Prozent zulegen können. Alleine am Donnerstag hat sich der Titel um 5 Franken verteuert von 61 auf 66 Franken - ein neuer Rekordpreis.
Grund für die starke Nachfrage nach den Valoren war die Zahlenvorlage zum Geschäftsjahr 2025 am Donnerstag. Hierbei beflügelte vor allem der unerwartet starke Auftragseingang von erstmals 10-Milliarden-Dollar innerhalb eines Quartals. Gut kam zudem auch der Ausblick an.
Analysten hatten daraufhin ihre Schätzungen nach oben angepasst. So erhöhte Bernstein das Kursziel auf 65 von 60 Franken, DZ Bank auf 75 von 68 Franken, Citigroup auf 76 von 68 Franken, LBBW auf 75 von 68 Franken, und CFRA auf 77 von 65 Franken. Letztere ging mit einer Ratingerhöhung auf Kaufen einher.
Damit liegen nun 15 Kaufempfehlungen vor, zwanzig Halten-Ratings und nur zwei Verkaufsempfehlungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt neu bei 63,66 Franken, also leicht unter dem derzeitigen Niveau bei 66 Franken.
Wie aus den schriftlichen Bergündungen hervorgeht, werden weitere Margenverbesserungen erwartet, das Unternehmen sei gut aufgestellt und der Aufschwung in der Industrieautomation stecke noch in den Kinderschuhen.
Ebenfalls im Fokus steht das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2 Milliarden Dollar. Das neue Programm laufe bis zum 27. Januar 2027. Im Rahmen dieses Programms beabsichtigt ABB, bis zu 5 Millionen Aktien zu erwerben, die hauptsächlich für Mitarbeiteraktienpläne verwendet werden sollen.
Alles eine Bewertungsfrage?
ABB wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30x für 2026 gehandelt. Historisch bewegen sich Industrie- und Automatisierungskonzerne jedoch häufig eher im Bereich von 15–25x, je nach Wachstumsaussichten.
Auch Vontobel stimmt zu, dass die starke Nachfrage und gute operative Umsetzung zwar positiv sind, die Bewertung jedoch bereits einen Grossteil dieser Stärken widerspiegelt.
(cash)
