Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy ist 2025 dank des boomenden Geschäfts mit dem E-Rezept kräftig gewachsen und hat ihre Profitabilität deutlich verbessert. Für das laufende Jahr stellt der Vorstand weiteres Wachstum in Aussicht, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Konzernumsatz stieg im Vorjahr um 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 72 Prozent auf 57,4 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 2,0 Prozent von 1,4 Prozent.
Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx), dessen Erlöse erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschritten. «Wir bauen Jahr für Jahr die Basis für ein wachstumsstarkes und profitableres Geschäft weiter aus», sagte Firmenchef Olaf Heinrich. «2025 haben wir den Abstand zu anderen Online-Wettbewerbern weiter ausgebaut.» Insbesondere in Deutschland verdoppelte sich der Umsatz mit rezeptpflichtigen Arzneien auf 503 Millionen Euro. Das Wachstum im Geschäft mit nicht-verschreibungspflichtigen Produkten (Non-Rx) verlangsamte sich hingegen im Jahresverlauf, was das Unternehmen auch auf ein verhaltenes Marktumfeld zurückführte. Die Zahl der aktiven Kunden stieg konzernweit um 1,4 Millionen auf 13,9 Millionen.
2026 soll der Umsatz um 13 bis 15 Prozent zulegen und die bereinigte Ebitda-Marge auf mindestens 2,5 Prozent steigen. «Wir sind auf dem besten Weg, mittelfristig eine bereinigte Ebitda-Marge von fünf Prozent zu erreichen», sagte Finanzchef Hendrik Krampe. Treiber seien unter anderem eine sinkende Marketingquote und geringere Kosten durch die fortschreitende Automatisierung der Logistik. Langfristig strebt der Konzern eine Marge von über acht Prozent an.

