Bei einer Mangellage sei die Lieferung von Gas und Strom jedoch auch für system- und versorgungsrelevante Unternehmen, wie man selbst eines sei, nicht garantiert. Aufgrund der fehlenden Möglichkeit zur Einhaltung der in der Pharmawirkstoffherstellung geltenden cGMP-Prozessvorgaben bei einem vollständigen Stromunterbruch von mehr als einer Stunde am Produktionsstandort in Dottikon im Kanton Aargau wäre mit Schäden von bis zu 30 Millionen Franken pro Vorfall zu rechnen, heisst es.

Zudem würde die schweiz- und weltweite Versorgung mit den entsprechenden Heilmitteln, für die Dottikon teilweise Alleinlieferant für die Pharmawirkstoffe sei, für Monate bis Jahre zum Unterbruch kommen. Dies wiederum wäre für die betroffenen Patienten lebensbedrohlich, so das Unternehmen weiter.

Bei wiederholten unvorhersehbaren Elektrizitätsversorgungsunterbrüchen steige zudem auch das Risiko für Grossereignisse mit entsprechender potenzieller Gefährdung von Mensch und Umwelt. Diesen Risiken wolle man nun auf Unternehmensebene aktiv entgegenwirken.

Liftfahren verboten

Doch was macht das Unternehmen konkret, um Strom zu sparen? Laut Communiqué werden Geräte, Apparate, Lüftungen und Licht bei längerem Nichtgebrauch entweder abgeschaltet oder in einen kontrollierten reduzierten Zustand versetzt. Gekühlte Räume wie Kühlcontainer werden durch kostengünstige geeignete Massnahmen zusätzlich isoliert.

Und Liftfahrten, insbesondere mit Warenliften, werden auf Materialtransporte oder den Gebrauch bei gesundheitlicher Bewegungseinschränkung reduziert. Die Verwendung von privaten Gerätschaften wie Elektroheizern, Ventilatoren, Kühlschränke und Kühlgeräte sei ausserdem untersagt.

(AWP)