Der operative Gewinn habe 10,4 Milliarden Dollar betragen, teilte der zweitgrösste US-Autobauer mit Sitz in Dearborn am Donnerstagabend mit. Das Unternehmen selbst hatte 11,5 Milliarden vorhergesagt. "Wir hätten im vergangenen Jahr viel besser abschneiden müssen", erklärte Konzernchef Jim Farley. Der Konzern habe "etwa zwei Milliarden Dollar an Profit auf dem Tisch liegen lassen". Der Umsatz im vierten Quartal stieg auf 44 Milliarden Dollar nach 37,7 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn fiel auf 1,3 Milliarden Dollar nach 12,3 Milliarden. Die Ford-Aktie gab zunächst mehr als sieben Prozent nach.

Als Reaktion auf die massiven Preissenkungen von Tesla hat Ford ebenfalls die Preise gesenkt. Die Nummer zwei unter den US-Herstellern kappte die Preise für seinen SUV Mustang Mach-E um bis zu 5900 Dollar. Der Autobauer lockt die Kundschaft ausserdem mit günstigen Finanzierungskonditionen.

Analysten erwarten einen Preiskrieg, sollten die Preissenkungen weite Kreise ziehen. Experten fühlen sich an Zeiten vor mehr als zehn Jahren erinnert, als die amerikanischen Autokonzerne sich mit einer ruinösen Rabattschlacht gegenseitig in die Krise trieben.

Mit hohen Kosten dürfte auch die von der US-Behörde für Strassen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA eingeleitete Überprüfung von mehr als 1,8 Millionen Fahrzeugen des Ford Explorer verbunden sein. Bei den Baujahren 2011 bis 2019 dieses Modells könnten sich Teile der Windschutzscheibenverkleidung bei höherer Geschwindigkeit lösen, hatte die Behörde mitgeteilt.

(Reuters)