Anleger greifen am Mittwoch auch bei Gold zu: Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg um 3,42 Prozent auf 4713 Dollar. Dies ist der höchste Stand seit gut einer Woche.
«Ein Friedensabkommen, das eine Normalisierung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus ermöglicht, würde den Inflationsdruck mindern und es der US-Notenbank Federal Reserve ermöglichen, die Zinsen im Jahr 2026 zu senken», erläuterte ActivTrades-Analyst Ricardo Evangelista. Niedrigere Zinssätze kurbeln die Nachfrage nach Gold an, das keine Zinsen abwirft, und stützen so den Preis.
In einem solchen Szenario dürften zudem der Dollar und die Anleiherenditen fallen. Dies könnte es dem Edelmetall ermöglichen, über 5000 Dollar zu steigen und sich bis zum Jahresende der Marke von 5500 Dollar zu nähern, sagte Evangelista.
Eine schwächere US-Devise macht in Dollar gehandelte Rohstoffe billiger und stützt damit zusätzlich die Nachfrage. Der Dollar-Index lag am Mittwoch gegen Mittag gut ein halbes Prozent im Minus bei 97,850 Punkten und damit so tief wie seit Anfang März nicht mehr.
Mit der guten Stimmung für Gold zog auch Silber an. Der Preis für eine Feinunze stieg um 6,3 Prozent auf 77,46 Dollar.
(Reuters)
