Die Due Diligence habe die Ansicht bestätigt, dass es sich um ein "gutes und faires Angebot für GAM-Aktionäre" handle, das die aktuellen finanziellen Verluste von GAM und die zukünftigen vertraglichen Verbindlichkeiten berücksichtige.

"Es ist unbedingt erforderlich, dass die Zukunft von GAM so schnell wie möglich geklärt wird, um sofortige finanzielle und unternehmerische Stabilität für GAM zu gewährleisten, den Wert für die Aktionäre zu bewahren und den Kunden Sicherheit zu geben", heißt es in der Erklärung von Liontrust weiter.

Liontrust will die GAM komplett übernehmen und bietet den Aktionären des Zürcher Wettbewerbers dafür eigene Aktien an. Die Londoner Firma hat bei dem Vorhaben einige Großaktionäre und die GAM-Gremien auf ihrer Seite.

Andere Anteilseigner lehnen das Vorhaben der Briten allerdings ab. Die Aktionärsgruppe um den französischen Milliardär Xavier Niel hat eine Offerte über 0,55 Franken je GAM-Aktie in bar für bis zu 28 Millionen GAM-Aktien — 17,5 Prozent des Kapitals — in Aussicht gestellt. Es soll Mitte August formell vorgelegt werden.

Das Liontrust-Angebot dürfte am 25. Juli ablaufen. Es wird auch vom drittgrößten GAM-Aktionär GEM abgelehnt, wie Bloomberg News vergangene Woche berichtete.

Die GAM-Aktie notiert in Zürich im frühen Freitagshandel 0,7 Prozent im Minus und konsolidiert damit weiter den 22 Prozent-Kurssprung vom Dienstag, der auf die Ankündigung des Newgame-Teilgebots gefolgt war.

(Bloomberg)