Die Aktien von Burkhalter verlieren am Dienstag im frühen Handel 1,2 Prozent und notieren bei 152,40 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) 0,36 Prozent zulegt. Am Montag schlossen die Valoren des Gebäudtechnikers auf einem neuen Allzeithoch von 154,20 Franken. In den letzten 52 Wochen resultiert ein Plus von 52 Prozent. 

Etwas überraschend kommt der rapide Anstieg der Burkhalter-Valoren trotzdem, da der fast ausschlisslich auf die Schweiz fokussierte Anbieter von Elektro-, Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik in den nächsten Jahren nicht von der Abschaffung des Eigenmietwerts profitieren dürfte. Der UBS-Analyst Marti Queral Ferre schrieb im Dezember vergangenen Jahres immerhin, keine negativen Auswirkungen zu erwarten. Er geht für die Jahre 2025 bis 2028 von einem organischen Wachstum im unteren einstelligen Bereich aus. Die Einschätzung des UBS-Experten heisst «Neutral» mit einem Kursziel von 133 Franken, welches weiter deutlich unter dem aktuellen Kurs liegt.

Derweil hält die Zürcher Kantonalbank (ZKB) die Aktie auf dem aktuellen Niveau als fair bewertet. Burkhalter stellt für das Geschäftsjahr 2025 weiterhin eine moderate Steigerung des Gewinns pro Aktie gegenüber dem Vorjahr in Aussicht, so der ZKB-Experte. Dieses wird unterstützt durch die jüngsten Akquisitionen sowie durch den anhaltend hohen Sanierungsbedarf in Bezug auf Energieeffizienz sowie die hohe Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen innerhalb der Schweiz.

Für die Papiere von Burkhalter sprechen weiterhin die ansprechende Dividendenrendite von 3,15 Prozent und die Rendite des freien Cashflows von 4,4 Prozent. Ebenso steht das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Verhältnis zum Ertrag auf dem investierten Kapital (Roic) bei eins, was gemäss Daten von Bloomberg auf eine attraktive Bewertung hindeutet.

Andere Kennzahlen deuten indes darauf hin, dass das Papier des Gebäudetechnikers nicht mehr ganz günstig ist. Einerseits liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 28x gegenüber dem langfristigen Durchschnitt von 23x. Das gilt auch für den Unternehmenswert im Verhältnis zum Betriebsgewinn (Ebitda), welcher mit 19x über dem langfristigen Durchschnitt von 13x steht. Ebenso sollten Anleger im Hinterkopf behalten, dass für 2026 ein freier Cashflow von 55 Millionen Franken prognostiziert wird. Dies entspricht in etwa dem Resultat im Jahr 2023 mit 52 Millionen Franken, als die Aktie noch bei 80 bis 90 Franken gehandelt wurde. 

Aufgrund der soliden Dividendenrendite und des langfristig stabilen Umsatz- und Gewinnwachstums ist der Titel eine interessante Depotergänzung. Anlegerinnen und Anleger sollten aber Schwächephasen abwarten, um sich zu engagieren. Ebenso gilt es, sich nicht von den tiefen Kurszielen der Analysten verunsichern zu lassen. Kann Burkhalter am 13. April bei der Präsentation der Jahreszahlen überzeugen, so dürften die Analysten mit positiven Revisionen die Kursziele wie schon im letzten Jahr erhöhen. 

(cash)