Die US-Vorgaben dürften am Donnerstag die Schweizer Börse belasten. Nachdem der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq den Handel auf dem Tagestief beendet hatten, wird der Eröffnungskurs des Schweizer Leitindex SMI mit einem Minus von 0,4 Prozent erwartet.

Anlegerinnen und Anleger sind nun gespannt, wie die defensiven Werte auf die Kursrückgänge der US-Technologieaktien reagieren werden. Denn am Vortag glänzten die SMI-Schwergewichte Nestlé (+2,6 Prozent), Roche (+1,6 Prozent) und Novartis (+0,6 Prozent) mit teilweise hohen Kursgewinnen. 

Besonders ausgeprägt waren die Avancen bei Nestlé. Grund war offenbar die Hoffnung auf einen Teilverkauf der Wassersparte. Gute Neuigkeiten, denn zuletzt war von Rückzügen diverser Interessenten im Bieterverfahren die Rede.

So hatte Bloomberg am Montag berichtet, dass der langjährige Private-Equity-Partner des Lebensmittelkonzerns Nestlé, PAI Partners, sich aus dem Bieterverfahren zurückgezogen hatte. Ebenfalls aus dem Rennen gestiegen sei der Partners-Group-Rivale KKR.

Sollten sich weitere Fortschritte beim Verkauf der Sparte abzeichnen oder Anleger im Zuge des Technologieausverkaufs in den USA defensive Werte nachfragen, könnte den Nestlé-Aktien der Ausbruch aus der mehrmonatigen Seitwärtsbewegung zwischen 76 und 81 Franken gelingen. Aktuell notieren die Aktien bei 79,73 Franken.

Jedenfalls dürften die demnächst anstehenden Zahlenpublikationen mit Sicherheit für Impulse sorgen: Am 23. Juli 2026 wird der Konzern aus Vevey die Halbjahreszahlen veröffentlichen.

Laut LSEG schätzen Expertinnen und Experten den Umsatz auf 42,999 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahressemester von 44,228 Milliarden Franken. Das operative Ergebnis dürfte von 9,09 Milliarden Franken auf 8,8 Milliarden Franken fallen und der Reingewinn um 5,9 Prozent auf 5,5 Milliarden Franken sinken. Ob Nestlé bei diesen niedrigen Werten positiv überraschen kann, bleibt ebenfalls abzuwarten.

Luca_Niederkofler
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