«Der Streik läuft, wie wir es erwartet haben», sagte Ufo-Tarifexperte Harry Jaeger am Frankfurter Flughafen. Am grössten deutschen Drehkreuz waren heute hunderte Starts und Landungen der Lufthansa gestrichen. Einzelne Flüge gingen an Ziele in Europa und Übersee. Das Unternehmen nannte aber am Morgen keine exakten Zahlen. An den Umbuchungsschaltern der Lufthansa bildeten sich längere Schlangen.
Nach einer Schätzung des Flughafenverbands ADV fallen wegen des ganztägigen Streiks deutschlandweit mehr als 460 Flüge mit 69'000 betroffenen Passagieren aus.
Laut Flughafenbetreiber Fraport war es insbesondere im Terminalbereich A deutlich leerer als sonst. Dieser Abschnitt wird ausschliesslich von Lufthansa genutzt. Weil alle übrigen Airlines aber nicht bestreikt werden, herrschte in den anderen Abschnitten reger Publikumsverkehr.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ging nach ersten Rückmeldungen von einer hohen Arbeitskampfbereitschaft ihrer Mitglieder aus. Genauere Angaben wollte sie gegen Mittag machen.
(AWP)

