Der Iran-Krieg hatte dem Goldpreis bisher keine neue Richtung gegeben. So liegt der Goldpreis derzeit auf dem Niveau von Ende Februar. Nur zu Beginn des Kriegs kam es vorübergehend zu kräftigeren Ausschlägen. Der Goldpreis liegt damit weiterhin deutlich unter seinem Rekordstand von knapp 5.600 Dollar, den er Ende Januar erreicht hatte.
Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs, die US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche geschürt hatte, sorgte nur vorübergehend für Auftrieb. Schliesslich gehen die Kriegshandlungen unverändert weiter.
Die Auswirkung des Iran-Kriegs auf den Goldpreis gehen auch in unterschiedliche Richtungen. So sorgt der Konflikt für eine erhöhte Verunsicherung, was den Goldpreis tendenziell stützt. Andererseits erhöht der Konflikt die Inflationsgefahren durch steigende Ölpreise. Dies könnte zu weniger Zinssenkungen durch die US-Notenbank führen, als dies bis jetzt erwartet wird. Höhere Zinsen belasten jedoch die Edelmetallpreise. Vertreter der Europäischen Zentralbank machten zuletzt auch deutlich, dass sie die Inflation unter Kontrolle halten wollen.
Ähnlich war die Entwicklung beim Silberpreis. Eine Feinunze Silber kostete zuletzt rund 86,23 Dollar. Er lag damit ein wenig unter dem Niveau vom Vortag. Auch der Silberpreis hat seit Ende Februar keine neue Richtung gefunden. Der Preis liegt auch deutlich unter seinem Höchststand von Ende Januar von 121,65 Dollar.
(AWP)

