Der starke Dollar und Spekulationen auf steigende US-Zinsen haben den Goldpreis auf ein ‌Zwei-Monats-Tief ⁠gedrückt. Das Edelmetall fiel in der Spitze ⁠um zwei Prozent auf 4367 Dollar je Feinunze. Der Dollar-Index kletterte ‌angesichts der schwindenden Friedenshoffnungen nach neuen ‌US-Angriffen im Iran mit ​99,54 Punkten auf den höchsten Stand seit Anfang April.

Ein stärkerer Greenback macht das in Dollar gehandelte Gold für Inhaber anderer Währungen teurer. ‌Die geopolitischen Spannungen blieben hoch und die Friedensverhandlungen seien noch immer ergebnislos, sagte Matt Simpson, Senior ​Analyst bei StoneX. «Daher gehe ich davon ​aus, dass der US-Dollar ​stark bleiben wird, was wiederum bedeutet, dass Gold wohl ‌unter Druck bleibt.»

Zusätzlich belastete auch die Aussicht auf höhere Zinsen der US-Notenbank Fed den Edelmetallpreis. ​Anleger ​stellen sich auf eine ⁠restriktivere Geldpolitik der Währungshüter ein, ​um die durch die ⁠Energiepreisexplosion anziehende Teuerung in den Griff zu ‌bekommen. Gold gilt zwar als Inflationsschutz, doch höhere Zinsen schmälern tendenziell die Nachfrage ‌nach dem zinslosen Edelmetall.

(Reuters)