Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) war im frühen Handel bis auf 4.454 US-Dollar gesunken. Bis zum Mittag erholte sich der Preis des Edelmetalls jedoch etwas und lag bei 4.495 Dollar und damit auf dem Niveau vom Vorabend.

Insgesamt hielten sich die Preisausschläge in Grenzen. Der Goldpreis war bereits am Ende der vergangenen Woche merklich gefallen. Händler verweisen auf die fehlenden Fortschritte mit Blick auf den Iran-Krieg. So hatte der Goldpreis am Donnerstag noch bei 4.700 Dollar gelegen. US-Präsident Donald Trump hat zwar auf einen geplanten Angriff auf den Iran verzichtet. Fortschritte mit Blick auf eine Öffnung der Strasse von Hormus sind allerdings nicht zu erkennen.

Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben die durch die wachsenden Inflationsgefahren geänderten Zinserwartungen die Goldpreise belastet. Aktuell wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank ihre Zinsen zunächst nicht senken wird. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) wird überwiegend eine Leitzinsanhebung erwartet. Die Renditen für Staatsanleihen sind bereits deutlich gestiegen. Gold selbst wirft keine laufende Verzinsung ab und verliert damit im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren an Attraktivität.

Der Goldpreis wird zudem durch den an den vergangenen Tagen gestiegenen Dollarkurs gedrückt. Edelmetalle werden in Dollar gehandelt. Ein höherer Dollarkurs erhöht die Preise für Anleger in anderen Währungsräumen und dämpft die Nachfrage.

Der Silberpreis legte unterdessen etwas zu. Der Preis für eine Feinunze stieg zuletzt um 2,8 Prozent auf 75,79 Dollar.

(AWP)