⁠Eine Feinunze Gold verbilligt sich um mehr als sieben Prozent ⁠auf bis zu 4136,20 Dollar und fällt damit den neunten Handelstag ‌in Folge. Investoren fürchten, dass die Notenbanken ‌mit Zinserhöhungen reagieren werden. Vergangene ​Woche hatte das Edelmetall mit einem Minus von mehr als zehn Prozent den grössten Wochenverlust seit rund 43 Jahren verzeichnet. Von seinem Rekordhoch von 5594,82 Dollar am 29. Januar ‌hat sich Gold inzwischen um mehr als 20 Prozent entfernt.

«Angesichts des nun schon in der vierten Woche andauernden Iran-Konflikts ​und der Ölpreise um die 100-Dollar-Marke haben sich ​die Erwartungen von Zinssenkungen zu ​potenziellen Zinserhöhungen verschoben, was die Attraktivität von Gold aus Renditesicht geschmälert hat», ‌sagte Tim Waterer, Marktanalyst bei KCM Trade. Höhere Zinsen schmälern die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls. Zudem würden bei Kursverlusten an ​den Aktienmärkten ​Goldpositionen verkauft, um ⁠Nachschussforderungen bei anderen Anlagen zu decken, erklärte ​Waterer.

Auch andere Edelmetalle ⁠geben deutlich nach. Silber verbilligt sich um bis zu ‌9,5 Prozent auf 61,30 Dollar. Platin fällt ebenfalls um bis zu 9,5 Prozent auf 1739,68 Dollar und Palladium verbilligt ‌sich um gut fünf Prozent auf 1331,58 ​Dollar. 

(Reuters)