Grossbanken stellen 750 Millionen Euro an Krediten bereit, um die Fusion des in Köln ansässigen asiatischen Lebensmittelherstellers Eat Happy Group mit dem europäischen Geschäft des französischen Sushi-Lieferanten Hana Group zu finanzieren. Der Gesamtwert des Deals beläuft sich auf rund 1,5 Milliarden Euro, wie Insider berichten.
Die geplante Fusion schafft einen führenden Anbieter von frisch zubereitetem Sushi und pan-asiatischer Küche für den Mitnahmebereich mit rund 5800 Verkaufsstellen in 14 Ländern. Die Transaktion soll gemäss Unternehmen zudem das Wachstum beschleunigen.
Das Finanzierungspaket umfasst ein Termindarlehen über 650 Millionen Euro sowie eine revolvierende Kreditlinie von 100 Millionen Euro, die von der Deutschen Bank, RBC Capital Markets und UniCredit bereitgestellt werden. Die betroffenen Personen wollten anonym bleiben, um die Finanzierungsdetails zu besprechen.
Je nach Marktlage könnten die Banken die Schulden als Leveraged Loans oder Hochzinsanleihen an Investorinnen und Investoren weiterverkaufen, so die Quellen.
Laut einer Mitteilung des Mittelstands-Private-Equity-Unternehmens One Rock Capital Partners aus diesem Monat wird auch One Rock in das neu fusionierte Unternehmen investieren. Die genauen Konditionen der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.
Vertreter der Deutschen Bank, RBC und UniCredit lehnten eine Stellungnahme ab. Eat Happy und Hana Group reagierten nicht auf Anfragen, während eine Sprecherin von One Rock ebenfalls keinen Kommentar abgab.
Verbreite Praxis an der Wall Street
Der Deal zwischen Eat Happy und Hana reiht sich in eine Serie von finanzierten Übernahmen ein, zu denen in den letzten Wochen auch grosse Transaktionen gehörten – darunter eine 20-Milliarden-Dollar-Finanzierung für den Kauf von Electronic Arts und ein 7,2-Milliarden-Dollar-Angebot für den Hersteller von Luftpolsterfolie, Sealed Air Corp.
Allein in den vergangenen drei Wochen haben Banken an der Wall Street akquisitionsbezogene Finanzierungen im Volumen von rund 35 Milliarden US-Dollar an Investoren verkauft. Dabei handelte es sich um Schulden, die vor dem Iran-Krieg unterschrieben wurden, als die Märkte noch ruhiger und die Kreditnachfrage stark war.
Um Bedenken wegen des Krieges und der Auswirkungen von KI-Störungen auf Unternehmen auszugleichen, mussten die Banken einige der jüngsten Deals mit Abschlägen an Investoren veräussern.
(Bloomberg/cash)
