Der Betriebsgewinn EBIT sank im Berichtsjahr auf minus 43,2 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Im Jahr davor hatte er noch bei minus 7,3 Millionen Franken gelegen. Bereinigt um Sondereffekte im Rahmen des Umbaus war das operative Ergebnis aber positiv.

Gurit sprach von einem «entscheidenden Jahr der Transformation». Das operative Ergebnis sei durch Verluste aus Unternehmensverkäufen und Restrukturierungen beeinträchtigt worden. Davon seien 64,2 Millionen Franken auf einen nicht zahlungswirksamen Verlust aus dem Goodwill-Recycling des aufgegebenen Geschäftsbereichs Carbonfaser-Pultrusion zurückzuführen. Insgesamt fielen Restrukturierungskosten von 4,3 Millionen Franken an.

Bereinigt um Restrukturierungen, Wertminderungen und Verlusten aus Unternehmensverkäufen sank der Betriebsgewinn um 12,5 Prozent auf 26,0 Millionen Franken. Die bereinigte EBIT-Marge ohne Einmaleffekte stieg indes auf 8,1 Prozent von 6,9 Prozent im Vorjahr.

Auch unter dem Strich weitete sich der Verlust deutlich aus: Der Reingewinn fiel auf minus 60,4 Millionen Franken nach minus 27,8 Millionen im Vorjahr.

Ab 2026 Wachstum erwartet

Den Umsatz hatte das Ostschweizer Unternehmen bereits im Januar bekanntgegeben. Insgesamt sank dieser um 26 Prozent auf 319,6 Millionen Franken, lag aber dank eines robusten Windgeschäfts über der eigenen Prognose. In Lokalwährungen betrug das Minus 22 Prozent.

Im Jahresverlauf 2025 habe sich die Situation teilweise aufgehellt, unter anderem gestützt durch eine Belebung der Nachfrage im Windenergiemarkt, schrieb Gurit. Für das laufende Jahr werde mit einem Anstieg des Nettoumsatzes aus fortgeführten Aktivitäten im mittleren einstelligen Prozentbereich bei konstanten Wechselkursen und eine Verbesserung der bereinigten operativen Ergebnismarge gegenüber 2025 gerechnet.

Nach 2026 rechnet Gurit weiterhin mit einem mittleren bis hohen einstelligen Wachstum im Windgeschäft und ein hohem einstelliges Wachstum im Nicht-Windbereich. Der Spezialkunststoffhersteller bestätigt zudem das mittelfristige Ziel einer operativen Betriebsgewinnmarge von 10 Prozent.

(AWP)