Mehrere Anläufe zur Abschaffung der Heiratsstrafe sind in der Vergangenheit gescheitert. Und so ist das Thema zu einem Dauerbrenner der nationalen Steuerpolitik geworden. Bundesrat und Parlament sind es wiederum angegangen. Über die Vorlage zur «Individualbesteuerung», welche eine Besteuerung von Paaren unabhängig vom Zivilstand bringen soll, wird Anfang März abgestimmt.

Der National- und der Ständerat waren knapp, aber doch mehrheitlich für das Vorhaben. Die cash-Leserschaft äussert sich anders: 56 Prozent sagen Nein zur Individualbesteuerung beziehungsweise Abschaffung der Heiratsstrafe, 32 Prozent sagen Ja und 12 Prozent sind unentschlossen, so das Resultat der cash-Umfrage, an der über 3800 Leserinnen und Leser teilgenommen haben und die am letzten Dienstag aufgeschaltet wurde.

Das Resultat der cash-Umfrage zur Abschaffung der Heiratsstrafe.

Das Resultat der cash-Umfrage zur Abschaffung der Heiratsstrafe.

Quelle: cash

Damit widersprechen die Teilnehmenden einer Mehrheit, die das Projekt gemäss einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Leewas begrüsst. Demnach würden - Stand heute - 64 Prozent Ja oder eher Ja sagen. Ein Kernargument sei, dass die neuen Regeln Steuern unabhängig von Zivilstand und Geschlecht garantiere, heisst es im Leewas-Bericht.

Bei genauerem Hinschauen zeigt sich: Zwar werden Eheleute, die ein gleich hohes Einkommen haben, nach der Reform weniger direkte Bundessteuer zahlen als heute. Indes steigt die Steuerlast, wenn beide Partner ungleich viel verdienen. Zudem sind auch Alleinstehende betroffen - manche zahlen mehr, manche weniger. Das neue Steuerregime bringt also sowohl Gewinner als auch Verlierer hervor.

Eine ausführliche Analyse dazu finden Sie hier.

(cash)