Bezirksrichterin Katherine Polk Failla erliess am Freitag eine dauerhafte Verfügung gegen die Übernahme eines Konkurrenten im Besitz der Pittsburgh Paint durch Henkel. Vorausgegangen war ein einwöchiger Prozess im Juli. Ihre Feststellungen und Schlussfolgerungen bleiben unter Verschluss, bis die Parteien weitere Stellungnahmen abgegeben haben. Die Federal Trade Commission (FTC) hatte argumentiert, durch die Fusion würden die beiden grössten Akteure der Branche zusammengeführt — die «Coke und Pepsi der Klebstoffe».

«Wir sind uns der Entscheidung des Gerichts bewusst und prüfen derzeit die Einzelheiten», erklärte ein Sprecher von Henkel am Montag. «Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es der Grundsatz unseres Unternehmens ist, sich nicht zu Rechtsstreitigkeiten zu äussern.»

Henkel stellt unter anderem die Marken Loctite und LePage her. Pittsburgh Paint gehört der Private-Equity-Gesellschaft American Industrial Partners und besitzt Liquid Nails. Die FTC hatte im Dezember geklagt, um den Zusammenschluss zu blockieren. Dieser war nicht öffentlich angekündigt worden.

«Jeder, der sich die Regale mit Bauklebstoffen in einem Baumarkt oder Einzelhandelsgeschäft für Heimwerkerbedarf angesehen hat, konnte erkennen, dass eine Fusion von Loctite und Liquid Nails ein schlechtes Geschäft für die Amerikaner wäre», erklärte Daniel Guarnera, Direktor des Bureau of Competition der FTC. «Diese geplante Übernahme drohte, die Kosten eines entscheidenden Produkts für den Bau und die Instandhaltung von Häusern in den gesamten Vereinigten Staaten in die Höhe zu treiben.»

Ein Anwalt von Henkel hatte argumentiert, Liquid Nails und Loctite «konkurrieren auf sehr unterschiedliche Weise». Er verwies darauf, dass der Grossteil des Umsatzes von Liquid Nails mit preisgünstigeren Klebstoffen erzielt werde, während Loctite auf höherwertige Produkte mit höheren Preisen ausgerichtet sei.

Die Transaktion wäre innerhalb von zwölf Monaten bereits der zweite Deal mit der Marke Liquid Nails gewesen. PPG Industries verkaufte 2024 sein Geschäft mit Bautenanstrichmitteln in den USA und Kanada für 550 Millionen Dollar an American Industrial Partners. Das neue Unternehmen wurde in Pittsburgh Paint umbenannt und kehrte damit zu seinem ursprünglichen Markennamen zurück.

(Bloomberg/cash)

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