Nach einer Hochstufung von «Neutral» auf «Übergewichten» durch Barclays legen die Aktien von Sandoz kurz nach Börsenstart um über 2,1 Prozent auf 64,20 Franken zu. Damit führen sie den Swiss Leader Index (SLI) an, der die 30 nach Börsenwert grössten an der Schweizer Börse kotierten Unternehmen umfasst.
Nachdem die Generika- und Biosimilarspezialistin im Februar mit der Zahlenpublikation überzeugte und den Ausblick für 2026 etwas anhob, prognostizierte CEO Richard Saynor für Sandoz ein bevorstehendes «goldenes Jahrzehnt».
Der Barclays-Analyst teilt diese Prognose und hebt sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Wachstumsannahmen deutlich an. Für das laufende Jahr erhöht er das Wachstum von +3 auf +7 Prozent für das zweite Quartal 2026. Ab 2029 rechnet er aufgrund mehrerer Markteinführungen von Biosimilars ebenfalls mit deutlich höheren Wachstumsraten und sieht damit das von Saynor skizzierte «goldene Jahrzehnt» greifbar. Auch für die Übergangsphase bis dahin erwartet Barclays ein stärkeres Wachstum als bislang unterstellt.
Vor diesem Hintergrund erachtet der Analyst auch die Bewertung als attraktiv. Auf Basis der diesjährigen Ergebnisse wird Sandoz mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,8x bewertet, für das kommende Jahr liegt dieses bei 13,9x. Der langfristige Durchschnitt seit dem Börsengang beträgt rund 11,4x.
Seit der Publikation der jüngsten Quartalsergebnisse vor wenigen Tagen haben zehn von zwölf Analystinnen und Analysten ihre Kursziele angehoben. Gleichzeitig haben jedoch fünf von acht ihre Einstufung um mindestens eine Stufe gesenkt. Insgesamt überwiegen dennoch die positiven Einschätzungen: Gemäss Daten von LSEG empfehlen derzeit acht Expertinnen und Experten die Aktie zum Kauf, sieben raten zum Halten und zwei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 66,40 Franken.
(cash/AWP)
