Der niederländisch-schweizerische Duft- und Gesundheitskonzern DSM-Firmenich hat am Donnerstag seinen ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX mit einem deutlichen Kursaufschlag beendet. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 66,83 Franken, rund 6,4 Prozent über dem Eröffnungskurs von 62,80 Franken.
DSM-Firmenich entstand 2023 aus der Fusion des niederländischen Spezialchemiekonzerns DSM mit dem Genfer Duftstoffhersteller Firmenich. Der Konzern beschäftigt rund 21'000 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 9 Milliarden Euro. Strategisch fokussiert sich das Unternehmen auf Duftstoffe, Beauty, Health und Nutrition, nachdem das margenschwächere Tierernährungsgeschäft veräussert wurde. Damit rückt DSM-Firmenich strukturell näher an den Schweizer Branchenprimus Givaudan heran.
Bemerkenswert war das Handelsvolumen am ersten Tag. An der SIX wechselten rund 11,1 Millionen Aktien die Hand. Das sind mehr als doppelt so viele wie an der Euronext Amsterdam mit 5,2 Millionen Titeln.
Das deutliche Interesse der hiesigen Anleger überrascht nicht, denn trotz des starken Debüts notiert die Aktie noch deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 97,44 Franken – es besteht also noch Aufholpotenzial. Analysten sehen das ähnlich. 20 Experten beobachten den Titel, die Mehrheit empfiehlt «Aufstocken». Zusätzlich stützt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über 540 Millionen Euro den Kurs, das bis Ende des dritten Quartals 2026 abgeschlossen sein soll.
Der breite Schweizer Aktienmarkt schloss am Donnerstag derweil 0,12 Prozent höher bei 18'973,12 Punkten.
(cash/AWP)
