Der Halbleiter-Hersteller kündigte ‌am ⁠Montag den Verkauf neuer Aktien im Volumen von 15 ⁠Milliarden Dollar an. Der einstige Branchenprimus befindet sich mitten in einem Konzernumbau. ‌Dank des Sanierungskurses von Firmenchef Lip-Bu Tan ‌hat sich der Kurs der ​Intel-Papiere in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verfünffacht. Am Montag gaben sie im vorbörslichen Handel an der Wall Street knapp fünf Prozent nach. Die Titel des Intel-Grossaktionärs Nvidia büssten ‌rund ein halbes Prozent ein.

Intel hat zwar den Trend zu Hochleistungschips für Künstliche Intelligenz (KI) verschlafen. In den Rechenzentren, die derzeit weltweit aus ​dem Boden schiessen, kommen aber auch traditionelle Zentralprozessoren (CPUs) ​zum Einsatz. Für die Nutzung bereits ​trainierter KI-Modelle und den Einsatz sogenannter KI-Agenten, die Aufgaben weitgehend eigenständig erledigen, werden ‌ebenfalls CPUs benötigt.

Intels Auftragsfertigungssparte, die in den vergangenen Jahren milliardenschwere Verluste anhäufte, kann die Nachfrage nach eigenen Angaben nicht mehr ​befriedigen. ​Das Unternehmen will daher im ⁠laufenden Jahr 20 statt 18 Milliarden ​Dollar in den Ausbau ⁠der Produktion investieren. Intel gewann in den vergangenen Monaten unter ‌anderem den Internetkonzern Google und das Raumfahrtunternehmen SpaceX als Kunden. Zudem erwägt Nvidia, Intel mit der Produktion ‌eines neuen Prozessors zu beauftragen. Mit dem iPhone-Anbieter Apple ​laufen ebenfalls Verhandlungen.

(Reuters)