Elliott wolle das Management dazu drängen, den schwächelnden Aktienkurs des Unternehmens zu steigern, berichtete das «Wall Street Journal» am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Wie viele Anteile der rund 80 Milliarden Dollar schwere Investor genau hält und welche Pläne er im Detail verfolgt, blieb unklar.
Bio-Rad hält eine strategische Beteiligung an dem deutschen Pharma- und Laborzulieferer Sartorius im Wert von rund fünf Milliarden Dollar. Dies entspricht fast dem gesamten Börsenwert von Bio-Rad, der LSEG-Daten zufolge bei etwa 6,69 Milliarden Dollar liegt. Elliott ist dem Zeitungsbericht zufolge ebenfalls in grossem Stil bei Sartorius investiert und hält das deutsche Unternehmen für ein qualitativ hochwertiges Geschäft mit starken Wachstumsaussichten. Stellungnahmen von Elliott, Bio-Rad oder Sartorius lagen zunächst nicht vor.
Die Aktien von Bio-Rad haben im laufenden Jahr bereits mehr als 18 Prozent an Wert verloren. Seit ihrem Höchststand von über 800 Dollar Ende 2021 während der Coronavirus-Pandemie beläuft sich das Minus auf mehr als 70 Prozent. Zuletzt hatte Bio-Rad für das erste Quartal einen Nettoverlust von 527 Millionen Dollar verbucht und dies mit dem gesunkenen Marktwert seiner Sartorius-Beteiligung begründet. Daraufhin senkte das US-Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026.
Die Gründerfamilie von Bio-Rad hält die Mehrheit der Stimmrechte, was es für aktivistische Investoren schwieriger machen kann, Veränderungen durchzusetzen. Elliott habe jedoch in der Vergangenheit auch bei anderen kontrollierten Unternehmen erfolgreich agiert, hiess es in dem Bericht weiter.
(Reuters)

