Kardex hat 2025 mehr umgesetzt. Die Profitabilität ging allerdings zurück. Der Reingewinn fiel wegen Sondereffekten gar deutlich tiefer aus, die Dividende bleibt indes stabil. Seine Ziele bestätigte der Lagerlogistik-Spezialist aus Zürich.

Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 850,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Zürich am Donnerstag mitteilte. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Geschäftsbereich Standardized Systems, während das Segment Automated Products ebenfalls weiter zulegen konnte.

Konkret erhöhte sich der Umsatz im Segment Automated Products um 2,8 Prozent auf 572,8 Millionen Euro. Das Geschäft entwickelte sich trotz eines volatilen Marktumfelds solide. Im Segment Standardized Systems stieg der Umsatz deutlich um 18,6 Prozent auf 278,1 Millionen Euro.

Das Wachstum wurde durch eine starke Nachfrage sowie durch hohe Auftragseingänge getragen. Insgesamt stieg der Auftragseingang um 24,1 Prozent auf 981,6 Millionen Euro.

Profitabilität gesunken

Die Profitabilität ging indes zurück. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 2,8 Prozent auf 101,2 Millionen Euro. Die entsprechende Marge sank damit auf 11,9 von 12,4 Prozent. Als Grund für die niedrigere Profitabilität nennt das Unternehmen vor allem eine veränderte Umsatzstruktur zwischen den Segmenten und höhere Ausgaben für Vertrieb und Marketing sowie für Forschung, Entwicklung und Digitalisierung.

Es blieb ein deutlich tieferer Reingewinn von 41,8 Millionen Euro - ein Minus von 48 Prozent. Dennoch sollen die Aktionäre wie schon im Vorjahr eine Dividende von 6,00 Franken je Aktie erhalten.

Der Gewinnrückgang ist laut Kardex hauptsächlich auf einen einmaligen, nicht zahlungswirksamen Effekt im Zusammenhang mit der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an Rocket Solution zurückzuführen. Dabei wurden zuvor gewährte Darlehen vollständig abgeschrieben.

Mit den Zahlen übertraf der Lagerlogistiker die Erwartungen (AWP-Konsens) beim Auftragseingang. Der Umsatz lag allerdings etwas unter den Erwartungen, während der EBIT genau dem Konsens entsprach. Der Reingewinn lag derweil klar unter den Prognosen.

Ausblick bestätigt

Der Auftragsbestand per Ende 2025 lag bei 599,2 Millionen Euro. Er lag damit 26 Prozent höher als per Ende 2024. Der Anstieg spiegelt laut Kardex die weiterhin starke Nachfrage nach Intralogistiklösungen sowie die gute Marktposition des Unternehmens wider.

Die Finanzziele wurden dann auch bestätigt. Kardex strebt für 2029 bis 2031 weiter die Umsatzmarke von 1,5 Milliarden Euro an. Und über einen Fünfjahreszyklus soll die EBIT-Marge zwischen 10 und 14 Prozent liegen.

Verwaltungsrat und Gruppenleitung sehen weiterhin strukturelle Wachstumstreiber in der Intralogistikbranche, insbesondere durch Reshoring, Arbeitskräftemangel und die zunehmende Automatisierung. Kardex erwartet zudem weitere Wachstumschancen durch verstärkte Vertriebssynergien zwischen den Business Units.

(AWP)