Der US-Kosmetikkonzern Estee Lauder und sein spanischer Konkurrent Puig verhandeln über einen Zusammenschluss. Beide Unternehmen bestätigten am Montag entsprechende Gespräche. Es sei jedoch noch keine Einigung erzielt worden und es gebe keine Gewissheit für einen Abschluss, teilte Puig mit.
Einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge geht es dabei um eine Kombination aus Barzahlung und Aktientausch. Die Zeitung «Financial Times» berichtete, durch die Fusion würde ein Branchenriese mit einem Wert von 40 Milliarden Dollar entstehen. Die Aktien von Estee Lauder, das an der Börse mit rund 31 Milliarden Dollar bewertet wird, gaben zum Handelsschluss um rund sieben Prozent nach.
Estee Lauder kämpft derzeit mit einer schwachen Nachfrage auf dem US-Heimatmarkt und bemüht sich um eine Trendwende. Die bislang grösste Übernahme des Konzerns war der Kauf der US-Modemarke Tom Ford für 2,8 Milliarden Dollar im Jahr 2022.
Zu dem in Barcelona ansässigen Unternehmen Puig gehören Parfümmarken wie Rabanne, Carolina Herrera und Jean Paul Gaultier. Der Konzern hatte 2024 den grössten Börsengang in Spanien seit fast einem Jahrzehnt vollzogen und im vergangenen Monat für 2025 einen Anstieg des Nettogewinns um zwölf Prozent gemeldet.
Die Gespräche reihen sich in eine Welle von Übernahmen in der Kosmetikbranche ein. So kaufte Elf Beauty im Jahr 2025 die Hautpflegemarke Rhode von Hailey Bieber für rund eine Milliarde Dollar. Im vergangenen Jahr hatte zudem der Gucci-Eigentümer Kering sein Kosmetikgeschäft für vier Milliarden Euro an L'Oreal veräussert. Coty leitete derweil eine Prüfung strategischer Optionen für sein Konsumentengeschäft ein, was zum Verkauf von Marken wie CoverGirl und Rimmel führen könnte.
(Reuters)

