Wenn an den Finanzmärkten die Unsicherheit steigt, fliehen Investoren gerne in sichere Anlagen. Das erklärt, warum der Franken derzeit eher zur Stärke neigt. Auslöser ist einmal mehr US-Präsident Donald Trump. Mit seiner Rhetorik zum Thema Grönland hat er die Märkte in Aufruhr versetzt.

Die Aktienmärkte haben daraufhin ihren Höhenflug abrupt beendet und Anleger flüchten seit dem Wochenende verstärkt in den Franken. Aber auch Gold und Silber erklimmen aktuell Rekordstände.

Der Franken steigt am Dienstagnchmittagbis auf 0,9252 zum Euro. Dieses Niveau wurde zuletzt Mitte November erreicht. Gegen den Dollar notiert der Franken mit 0,7902 so stark wie seit Mitte September nicht mehr.

In dem aktuellen Umfeld erweise sich der Franken als der «ultimative» sichere Hafen, schreibt die Commerzbank.

Neben Trumps Grönland-Politik lasten laut Händlern auch Trumps Angriffe auf die US-Notenbank Fed auf dem Greenback. Trump fordert regelmässig Zinssenkungen des Fed. Zudem soll der Präsident demnächst den Nachfolger des im Mai zurücktretenden Fed-Chef Jerome Powell bekanntgeben. Je nach dem, wen Trump auf den obersten Posten der wichtigsten Notenbank der Welt hievt, könnte dies zu negativen Reaktionen führen.

Unter dem Strich wirkungslos sind die bislang veröffentlichten Konjunkturdaten. So haben sich die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland im Januar zwar überraschend deutlich verbessert. Allerdings sei die jüngste Eskalation rund um Grönland nicht berücksichtigt.

(AWP/cash)