Der Elektronikkomponenten-Hersteller Lem macht mit seiner Restrukturierung langsam Fortschritte. Zwar ging der Umsatz nach neun Monaten weiter leicht zurück, die Margen stabilisierten sich aber. Zudem wurde der Umsatzausblick leicht erhöht.
Die Einnahmen sind zwischen April und Dezember 2025 weiter zurückgegangen und sanken um 5,4 Prozent auf 218,4 Millionen Franken, wie Lem am Freitag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen wurde allerdings sogar ein knappes Plus von 0,2 Prozent erreicht.
Der Auftragseingang erholte sich derweil und stieg um 14,3 Prozent auf 215,5 Millionen. Dabei habe das Segment Automation dank einer breiteren Nachfrage von Datencentern ein gewisses Momentum gezeigt, das über das vierte Quartal hinaus die volle Wirkung entfalten dürfte, so Lem.
CEO Frank Rehfeld sieht eine anhaltende Stabilisierung der Märkte in den ersten neun Monaten, auch wenn das Umfeld weiterhin von Unsicherheit und Währungsgegenwinden geprägt sei.
Gewisse Bodenbildung erkennbar
Beim Betriebsergebnis (EBIT) zeichnet sich nach dem Einbruch im Vorjahreszeitraum nun mit einem Rückgang um noch 8,0 Prozent auf 18,5 Millionen Franken auf eine gewisse Bodenbildung ab. Die Marge lag bei 8,5 Prozent nach 8,7 Prozent in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024/25. Zusammengefasst verblieb ein unveränderter Reingewinn von 12,1 Millionen.
Mit den Zahlen hat Lem die Erwartungen der Analysten beim Umsatz knapp verfehlt, in allen anderen Kennziffern aber übertroffen.
Das laufende Kostensenkungsprogramm «Fit for Growth» habe die operative Effizienz gesteigert.
Zudem erhöht das Management das untere Ende der Umsatzspanne für das Gesamtjahr. Neu wird nun ein Umsatz von 275 bis 290 Millionen Franken angepeilt (bisher 265-290 Mio). Die EBIT-Marge soll weiter im hohen einstelligen Prozentbereich liegen.
(AWP)

