Im ersten Quartal per Ende Juni 2026/27 steigerte Lem den Umsatz laut Mitteilung vom Dienstag um 12,4 Prozent auf 85,1 Millionen Franken. Der starke Franken schmälerte das Wachstum: Zu konstanten Wechselkursen hätten die Verkäufe gar um 14,3 Prozent zugelegt.

Positiv entwickelten sich die Segmente Energy Distribution & High Precision (+56,4 Prozent zum Vorjahr), Automation (+29,6 Prozent) sowie Renewable Energy (+5,9 Prozent). Rückläufig waren dagegen die Umsätze der Segmente Automotive (-8,4 Prozent) und Track (-9,2 Prozent).

Auftragsseitig gelang Lem ebenfalls eine klare Steigerung: Der Auftragseingang legte im Startquartal um 17,4 Prozent auf 104,6 Millionen Franken zu. Die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, lag wie im Vorquartal bei 1,23.

Effizienzprogramm beflügelt Marge

Lem sei getragen von einer guten Nachfrage im Geschäft mit Rechenzentren mit starkem Wachstum in das neue Geschäftsjahr gestartet und habe die Marge zum Betriebsgewinn EBIT auf den höchsten Quartalswert seit zwei Jahren gesteigert, wird Firmenchef Frank Rehfeld in der Mitteilung zitiert. Dazu trugen auch Effizienzsteigerungen bei.

Bereits die Bruttomarge stieg um 1,8 Punkte auf 40,0 Prozent, während die EBIT-Marge gar auf 14,6 Prozent von 5,5 Prozent im Jahr zuvor kletterte. Der EBIT verdreifachte sich dabei auf 12,4 Millionen Franken und unter dem Strich rückte der Gewinn auf 9,1 Millionen von zuvor 2,0 Millionen vor.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Lem die Vorgaben der Analysten klar übertroffen. Diese hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von nur 72,2 Millionen Franken, einem EBIT von 6,8 Millionen und einem Gewinn von 4,1 Millionen gerechnet. Die EBIT-Marge hatten sie bei 9,4 Prozent erwartet.

Risiken wegen US-Zollpolitik

Lem sei gut positioniert, um langfristige Marktchancen zu Megatrends wie den Investitionen in die Rechenzentreninfrastuktur, die Elektrifizierung oder die E-Mobilität zu nutzen, so Rehfeld weiter. Es gebe ermutigende Anzeichen für eine Verbesserung der Auftragslage, hiess es im Ausblick. Zugleich bleibe das Marktumfeld aber von makroökonomischen Unsicherheiten geprägt.

Eine konkrete Zielsetzung für 2026/27 gibt Lem damit weiterhin nicht ab. Das Unternehmen bestätigt indes erneut seine Mittelfristziele.

(AWP)