07:20

Erleichterung an den Aktienmärkten weltweit: Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Entsprechend euphorisch sind die Reaktionen an den Börsen. Der SMI wird am Morgen beim Broker IG 3,18 Prozent höher gestellt.

Die Märkte in Ostasien haben nach der angekündigten Waffenruhe bereits mit kräftigen Kursgewinnen reagiert. So sprang der Nikkei in Japan um fast 5 Prozent nach oben, der südkoreanische Kospi rangierte zeitweise rund 6 Prozent im Plus. Und auch in Europa zeigt sich in allen vorbörslichen Indikationen die nun schlagartig zurückgekehrte Zuversicht. Der deutsche Dax wird um 4,7 Prozent höher erwartet, ähnlich sieht es in Frankreich oder Grossbritannien aus.

Bei den Währungen legte der Euro kräftig zu und übersprang in der Nacht klar über die Schwelle von 1,16 US-Dollar. Am Morgen wurden 1,1677 bezahlt. Der Dollar gab auch zum Franken leicht nach und kostete noch 0,7898 nach 0,7993 am Vorabend. Das Euro/Frankenpaar bewegte sich mit zuletzt 0,9224 kaum.

Auch beim Ölpreis zeigt sich klare Entspannung, denn der Iran kündigte ebenfalls die Öffnung der Strasse von Hormus im Rahmen der Waffenruhe an. Entsprechend sackten die Preise ab. Für ein Fass der Sorte Brent wurde am Morgen nur noch 94,67 Dollar bezahlt, WTI brach auf 95,60 Dollar ein - das sind 13 bis 15 Prozent weniger als am Vortag.

Jefferies sieht durchaus Chancen, dass der vom Iran vorgelegte 10-Punkte-Plan eine Basis für weitere Verhandlungen sein könnte, auch wenn es durchaus einige Knackpunkte gebe. Wichtig sei vor allem, dass Trump offenbar wirklich einen Deal und aus dem Krieg herauswolle. Noch sei die Waffenruhe aber fragil und jede kleinste Attacke von Seiten des Iran könne diese Abmachung wieder nichtig machen.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 3,2 Prozent höher bei 13'223 Punkten.

Auftrieb für die Schweizer Börse geben Nachrichten aus dem Nahen Osten: US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran zugestimmt und damit eine Eskalation des seit Wochen andauernden Konflikts vorerst abgewendet.

Die Einigung kam weniger als zwei Stunden vor Ablauf eines von ihm gesetzten Ultimatums ‌zustande, wie ⁠Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social mitteilte.

Bedingung für die Waffenruhe ist demnach, dass der Iran seine Blockade der Strasse von ⁠Hormus aufhebt.

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06:15

Der Euro steht bei 92,24 Rappen (minus 0,3 Prozent). Der Dollar kostet 78,98 Rappen (minus 0,97 Prozent).

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05:05

Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten hat am Mittwoch eine Erleichterungsrally an den Finanzmärkten ausgelöst. Die Hoffnung auf eine ‌Wiederaufnahme ⁠der Öl- und Gaslieferungen durch die Strasse von Hormus liess die Ölpreise einbrechen ⁠und beflügelte die Aktienmärkte.

In Tokio schoss der Nikkei-Index um fünf Prozent in die Höhe. Der südkoreanische ‌Kospi legte um sechs Prozent zu, was zu einer ‌Handelsunterbrechung führte.

Analysten zeigten sich jedoch zurückhaltend, ​ob die Waffenruhe zu einer dauerhaften Lösung führen wird. Die entscheidende Frage sei, ob die Verhandlungen in den nächsten zwei Wochen vorankommen, sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo. «Das wird darüber entscheiden, ob dies nur eine Erleichterungsrally bleibt oder sich zu einer ‌dauerhaften Deeskalation entwickelt.»

Der Einigung waren wochenlange Spannungen vorausgegangen, nachdem Angriffe der USA und Israels auf den Iran die Region an den Rand eines Krieges gebracht hatten. Teheran ​hatte daraufhin die strategisch wichtige Wasserstrasse blockiert.

04:15

Am Devisenmarkt geriet der ​Dollar, der in den vergangenen Wochen als sicherer ​Hafen gesucht war, unter Druck. Er verlor 0,7 Prozent auf 158,51 Yen und 0,9 Prozent ‌auf 0,7902 Schweizer Franken. Der Euro legte im Gegenzug um 0,7 Prozent auf 1,1670 Dollar zu.

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02:30

Die Ölpreise brachen ein. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um ​12,9 ​Prozent auf 95,22 Dollar. Das US-Öl WTI ⁠notierte 14,7 Prozent schwächer bei 96,39 Dollar. Der ​Goldpreis stieg dagegen um ⁠mehr als zwei Prozent auf 4812 Dollar je Feinunze.

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23:50

Die US-Börsen sind am Dienstag nach einer späten Erholung und vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran nur wenig verändert und richtungslos aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial schloss 0,18 Prozent tiefer bei 46'584 Punkten. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,08 Prozent auf 6617 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,04 Prozent auf 24'202 Punkte aufwärts.

Stunden vor Ende seines Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Botschaft an den Iran. Er drohte mit Angriffen auf die iranische Infrastruktur sowie mit einer «Auslöschung» des Landes, sollte bis 2.00 Uhr MESZ die Blockade der Strasse von Hormus nicht aufgehoben sein. «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Israels Luftwaffe griff unterdessen nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu iranische Eisenbahnstrecken und Brücken an. Laut US-Medienberichten kappte Teheran mittlerweile die diplomatischen Kontakte zu Washington und drohte mit Angriffen auf israelische Erdgasfelder.

Die Aktien von Apple erholten sich etwas von ihrem fünfprozentigen Kursverlust aus dem frühen Handel und endeten 2,1 Prozent im Minus. Zunächst hatte das Nachrichtenmagazin «Nikkei Asia» unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, dass der Technologiekonzern bei der Entwicklung eines faltbaren iPhones in der technischen Testphase auf Probleme stösst. Dadurch könne sich der Produktions- und Lieferplan um Monate verzögern. Kreisen zufolge wird das Gerät aber pünktlich auf den Markt kommen. Das Unternehmen plane, das faltbare Modell im September zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem Pro Max vorzustellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Offiziell hat sich Apple noch nicht konkret zur Einführung eines Falt-iPhones geäussert.

Die Titel von Intel legten um 4,2 Prozent zu und bauten ihren Kursgewinn im bisherigen Jahresverlauf auf gut 43 Prozent aus. Intel schliesst sich der Initiative des Tech-Milliardärs Elon Musk zur Entwicklung von Halbleitern für dessen Unternehmen Tesla , SpaceX und xAI an. Das sogenannte Terafab-Projekt ist ein grossangelegter Plan von Musk, langfristig eigene Chips für Robotik, Künstliche Intelligenz und Weltraum-Rechenzentren herzustellen. Das Vorhaben zielt darauf ab, jedes Jahr eine enorme Rechenleistung zu erzeugen - etwa 1 Terrawatt Kapazität pro Jahr.

Deutlich nach oben ging es für die Aktien privater Krankenversicherer, nachdem bekannt wurde, dass das staatliche Krankenversicherungsprogramm Medicare den privaten Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen wird. Dies ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ursprünglich im Januar vorgeschlagenen Sätzen. Sie verbuchten die Papiere von Unitedhealth , Humana und CVS Health Kursgewinne zwischen 6,7 und 9,4 Prozent.

Die Titel von Broadcom legten um 6,2 Prozent zu. Der Halbleiterkonzern gab eine Vereinbarung mit Alphabet zur Entwicklung und Lieferung von Chips im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) bekannt. Damit macht Broadcom Nvidia zunehmend Konkurrenz, dessen Aktie um 0,3 Prozent zulegte. Laut Jefferies-Analyst Blayne Curtis dürfte die langfristige Vereinbarung Broadcom einen Mindestumsatz im Bereich von rund 200 Milliarden Dollar garantieren.

Für Paramount Skydance ging es um 10,7 Prozent aufwärts. Das Unterhaltungsunternehmen hatte bekannt gegeben, Eigenkapital-Konsortialvereinbarungen mit Fonds aus der Golfregion geschlossen zu haben, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery zu finanzieren.

Die Anteilscheine von Gilead Sciences sanken um 1,0 Prozent. Der Pharmakonzern will das deutsche Biotech-Unternehmen Tubulis GmbH für bis zu 5 Milliarden US-Dollar übernehmen. Gemäss den Bedingungen des Kaufvertrags erwirbt Gilead das gesamte Aktienkapital von Tubulis für 3,15 Milliarden Dollar in bar als Vorauszahlung und leistet bis zu 1,85 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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