07:40

Am Devisenmarkt hat der Dollar in der Nacht zum Freitag sowohl zum Euro aber auch etwas zum Franken aufgeholt. Derzeit seien sowohl die geopolitischen Sorgen als auch die Angriffe auf das Fed etwas abgeflacht, was sich laut Händlern leicht positiv auf den Greenback auswirkt.

Hinzu kämen zuletzt robuste US-Daten und eine nachlassende Zinssenkungsfantasie, so die Helaba. Zudem habe sich das technische Bild des Euro wieder etwas eingetrübt, was die Gemeinschaftswährung zusätzlich belaste.

Das Euro/Franken-Paar liegt mit Kursen von 0,9317 etwas unter dem Niveau vom späten Donnerstag. Die europäische Gemeinschaftswährung hat gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit etwas deutlicher nachgegeben und wird zuletzt mit 1,1608 nach 1,1614 am Vorabend und 1,1635 am frühen Donnerstag gehandelt.

Das Dollar/Franken-Paar bewegt sich ebenfalls leicht zu Gunsten des Dollar. In der Nacht blieb der Greenback mit 0,8026 zwar in etwa auf Vorabend-Niveau, etablierte sich damit aber etwas klarer über der Marke von 0,80.

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07:25

Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge niedriger in den Handel starten. ‌Am Donnerstag ‌hatte der deutsche Leitindex 0,3 Prozent höher bei 25'352,4 Punkten geschlossen. Nach einem verhaltenen Handelsstart folgten die europäischen Börsen der Wall Street ins ​Plus. Für Kauflaune sorgten steigende Kurse im ‌Technologie- und Finanzsektor.

Am Freitag warten ‌Anleger auf die endgültigen deutschen Inflationsdaten für Dezember. Der Preisauftrieb in der Bundesrepublik dürfte vor der Jahreswende deutlich nachgelassen haben. Das Statistische Bundesamt hat nach vorläufigen Zahlen einen Rückgang der Jahressteuerungsrate im ⁠Dezember auf 1,8 Prozent gemeldet. Im November hatte die Inflation noch bei 2,3 Prozent gelegen.

Zudem werden in den USA am Nachmittag ​Daten zur Industrieproduktion im vergangenen Monat veröffentlicht. Im Fokus ‌auf der Unternehmensseite stehen die ‍Absatzzahlen des Autobauers Porsche und des Lkw-Herstellers Daimler Truck für das vergangene Jahr.

Ausserdem ​steht im milliardenschweren Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat für Bayer eine richtungsweisende Entscheidung an. Der Oberste Gerichtshof der USA gibt voraussichtlich ‌am Freitag bekannt, ob er den Berufungsantrag ⁠des Leverkusener Agrarchemie- und Pharmakonzerns in einem ‌zentralen Verfahren annimmt.

Für Gesprächsstoff dürfte auch Klöckner sorgen. Der US-Konzern Worthington Steel will ‍den deutschen Stahl- und Metallverarbeiter übernehmen. Darauf hätten sich die beiden Unternehmen geeinigt, teilte Klöckner mit. 

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06:15

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index SMI notiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,1 Prozent tiefer.

Am letzten Handelstag der Woche legen die Titlisbahnen und Zehnder ihre Ergebnisse des abgelaufenen Jahres vor.

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05:20

Die Hoffnung auf einen anhaltenden Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) hat am Freitag für eine uneinheitliche Entwicklung an den asiatischen Börsen gesorgt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte um 0,5 Prozent zu und ‌bewegte sich in ‌der Nähe seines Rekordhochs. Die Börse in Tokio tendierte hingegen schwächer. Der Nikkei-Index gab 0,3 Prozent auf 53'927,3 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent niedriger bei 3659,8 Zählern. Die Börse in Schanghai verlor 0,2 Prozent auf 4103,5 Stellen, während der ​Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzhen um 0,1 Prozent auf 4744,3 ‌Punkte fiel.

In Japan nahmen Anleger nach einer kräftigen Rally ‌Gewinne mit. Der Markt habe nach den starken Zuwächsen in dieser Woche eine Pause gebraucht, sagte Kazunori Tatebe, Chefstratege bei Daiwa Asset Management. Die Gesamteinschätzung habe sich jedoch nicht geändert. Die Rally war von der Hoffnung auf ein Konjunkturpaket von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi angetrieben worden, die eine vorgezogene Neuwahl anstreben könnte. Zu den Verlierern zählten die Aktien des Uniqlo-Mutterkonzerns Fast Retailing ⁠mit einem Minus von 1,62 Prozent. Dagegen legten die Papiere des Chip-Ausrüsters Advantest um 0,67 Prozent zu.

Im Fokus stand zudem der schwache Yen. Die Währungshüter in Tokio schlossen zur Stützung des Yen keine Massnahmen aus, auch eine koordinierte Intervention mit Washington ​sei denkbar, sagte Finanzministerin Satsuki Katayama. Ein schwächerer Yen verteuert die Importe und könnte die ‌Inflation anheizen. Dies wiederum nährt die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch ‍die japanische Notenbank Bank of Japan. Die Rendite der fünfjährigen japanischen Staatsanleihe erreichte daraufhin mit 1,645 Prozent ein Rekordhoch.

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04:00

Der Dollar hielt sich in der ​Nähe eines Sechs-Wochen-Hochs, nachdem robuste US-Wirtschaftsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed dämpften. Im asiatischen Handel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 158,14 Yen und legte leicht auf 6,9661 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf ‌0,8024 Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1610 Dollar und ⁠zog leicht auf 0,9317 Franken an.

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03:20

Die Ölpreise gaben nach, nachdem sich ‌die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten abschwächten. US-Präsident Donald Trump hatte sich in der Iran-Krise zuletzt abwartend geäussert. Die Rohölsorte Brent aus der ‍Nordsee verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 63,59 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 59,06 Dollar.

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23:13

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag moderat zugelegt. Der Rückenwind von Technologiewerten aus dem frühen Handel nach optimistischen Wachstumsprognosen des taiwanesischen Chip-Giganten TSMC flaute im späten Geschäft jedoch ab. US-Konjunkturdaten spielten eine untergeordnete Rolle.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,60 Prozent höher bei 49'442,4 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,26 Prozent auf 6944,5 Zähler nach oben. An der Technologiebörse Nasdaq konnte der Nasdaq 100 lediglich ein Plus von 0,32 Prozent auf 25547,1 Punkte ins Ziel retten, nachdem er zwischenzeitlich um mehr als 1,2 Prozent vorne gelegen hatte.

Die TSMC-Nachrichten verhalfen vor allem dem Halbleitersektor zu einer soliden Erholung. Der weltweit grösste Chip-Produzent will die Investitionen in den kommenden drei Jahren erheblich ausweiten, um so der boomenden Halbleiternachfrage zu entsprechen, vor allem solcher nach Komponenten für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI).

Später teilte das US-Finanzministerium mit, dass taiwanische Chip-Konzerne als Teil eines Handelsabkommens mindestens 250 Milliarden Dollar in den USA investieren werden. Zudem werde Taiwan Kreditgarantien für weitere mindestens 250 Milliarden Dollar an Investitionen bereitstellen. Mit dem nach monatelangen Verhandlungen geschlossenen Abkommen fallen zudem die US-Zölle für Waren aus Taiwan von zuletzt 20 auf 15 Prozent.

Die Papiere zahlreicher US-Halbleiterzulieferer verteuerten sich merklich, bröckelten im späten Handel aber ab. Applied Materials, Lam Research und KLA stiegen letztlich um 4,2 bis 7,7 Prozent. Die Aktien von Halbleiterherstellern wie Nvidia, Micron, Broadcom und AMD legten um 0,9 bis 2,1 Prozent zu.

Derweil veröffentlichten mit Goldman Sachs und Morgan Stanley zwei weitere Grossbanken ihre Quartalsbilanzen. Die Geschäftszahlen übertrafen in der grossen Mehrzahl die Erwartungen. Morgan Stanley verteuerten sich um 5,8 Prozent und Goldman Sachs um 4,6 Prozent.

Die Anteilsscheine des Vermögensverwalters Blackrock kletterten um 5,9 Prozent nach oben. Die vom Finanzriesen verwalteten Mittel lagen im Schlussquartal 2025 über der Konsensschätzung.

Boston Scientific , Hersteller von Herz-Kreislauf-Geräten, will das Medizintechnik-Unternehmen Penumbra für 14,6 Milliarden US-Dollar übernehmen. Die Aktionäre von Penumbra können wählen, ob sie 374 US-Dollar in bar oder knapp 3,87 Boston-Scientific-Aktien erhalten möchten. Die Penumbra-Papiere schnellten um knapp 12 Prozent auf 350,50 Dollar hoch, während Boston Scientific um 4,0 Prozent nachgaben.

(cash/AWP/Reuters)

Monique Misteli Ringier
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