Der französische Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump Insidern zufolge im Anschluss an den G7-Gipfel Mitte Juni zu einem prunkvollen Dinner ins Schloss Versailles eingeladen. ‌Es sei ⁠jedoch unklar, ob Trump an dem Essen oder überhaupt an dem Gipfel teilnehmen werde, sagten mit ⁠den Plänen vertraute Personen.

Andere G7-Staats- und Regierungschefs seien bisher nicht nach Versailles eingeladen worden. Das Treffen der sieben ‌führenden Industriestaaten (G7) findet vom 15. bis 17. Juni in Evian-les-Bains am französischen ‌Ufer des Genfer Sees statt. Macron hatte den ​Termin bereits verschoben, um Rücksicht auf eine Kampfsportveranstaltung im Weissen Haus zu Trumps 80. Geburtstag am 14. Juni zu nehmen.

Ein Fernbleiben Trumps von dem G7-Gipfel wäre für Macron ein schwerer Rückschlag, zumal die US-Regierung den Wert solcher multilateralen Treffen offen infrage stellt. Zudem ist das Verhältnis Trumps ‌zu vielen G7-Mitgliedern angespannt. Grund ist unter anderem Trumps Vorgehen im Iran.

Umgekehrt griff Trump wiederholt die Nato wegen ihrer nach seiner Einschätzung unzureichenden Unterstützung der USA in dem Krieg an. Ausser Japan gehören ​alle G7-Staaten dem Verteidigungsbündnis an. Dies sind neben den USA und Frankreich ​auch Deutschland, Grossbritannien, Italien und Kanada.

Ein hochrangiger Vertreter des ​Weissen Hauses bestätigte die Einladung. Macron wolle unbedingt, dass Trump komme. Er flehe ihn geradezu an, sagte der Insider. ‌Trump habe aber noch nicht einmal über seine Teilnahme am G7-Gipfel entschieden.

Das Präsidialamt in Paris lehnte eine Stellungnahme ab. Ein mit den Planungen vertrauter Vertreter der Regierung sagte, das Format des Empfangs stehe ​noch ​nicht fest und der Besuch müsse erst noch ⁠bestätigt werden. Es könnte sein, dass Macron Trump, aber auch ​andere G7-Staats- und Regierungschefs ⁠rund um das G7-Treffen nach Versailles einlade.

Das geplante Gala-Diner in dem von Ludwig XIV. erbauten ‌und üppig mit Gold geschmückten Schloss bei Paris soll den Insidern zufolge die gemeinsame Geschichte der USA und Frankreichs in den Mittelpunkt stellen. Dies geschehe im Vorfeld ‌der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA am 4. Juli. Trump ist für ​seine Vorliebe für prunkvolle Gebäude und für Gold bekannt.

(Reuters)