Die Aktien des Zweiradherstellers Pierer Mobility verlieren 1,8 Prozent auf 71,1 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) 0,2 Prozent tiefer steht. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp 8 Prozent gewonnen, wobei die Abwärtsbewegung in den letzten vier Wochen mit minus 8 Prozent deutlich war.
Der Zweiradhersteller Pierer Mobility, zu dem unter anderem Marken wie KTM oder Husqvarna gehören, hat im ersten Semester den Rekordumsatz des Vorjahres noch einmal gesteigert. Die Profitabilität war wegen Schwierigkeiten im Velogeschäft aber rückläufig, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab.
Analysten bleiben trotz dieser durchzogenen Zahlen positiv für die Aktie: Vontobel senkt nach Halbjahreszahlen das Kursziel für Pierer Mobility von 95 auf 91 Franken. Die Einstufung lautet aber weiterhin "Buy". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 28 Prozent.
Das Geschäft mit Motorrädern setze den soliden Wachstumskurs fort, wenn auch eine gewisse Abschwächung zu erkennen sei, schreibt Analyst Mark Diethelm im Kommentar. Und eine Auffrischung bei den Modellen dürfte das Umsatzwachstum im kommenden Jahr stützen, wenn er auch angesichts der schwächelnden Wirtschaft mit einer flachen Umsatzentwicklung bei den Motorrädern rechne.
Bei den Fahrrädern erwartet der Analyst zwar kurzfristig einen negativen Effekt durch den Abbau der Lagerbestände. Dieser bietet aus Sicht des Experten aber auch eine Chance für Pierer, da er (kleineren) Konkurrenten wegspüle und somit die Grundlage für ein mittelfristig stärkeres Wachstum schaffe.
Stifel senkt das Kursziel für Pierer Mobility von 95 auf 87 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin "Buy".
Die Halbjahreszahlen deuteten auf eine solide Entwicklung im Geschäft mit Motor- und Fahrrädern hin, schreibt Analyst Christian Arnold. Während die Margenentwicklung bei Motorrädern erfreulich geblieben sei, habe aber im Fahrradgeschäft ein signifikanter Verlust hingenommen werden müssen. Dies sei auf die Lagersituation bei den Händlern zurückzuführen, die zu höheren Rabatten geführt habe, so der Experte weiter.
Das Unternehmen habe aber bereits während der Coronakrise bewiesen, dass es dank der starken Partnerschaften, der globalen Ausrichtung und seiner Marktführerschaft mit schwierigen Situationen umgehen könne.
(AWP/cash)
