Der Facebook-Mutterkonzern Meta erwägt einem Zeitungsbericht zufolge eine Aktienemission in zweistelliger Milliardenhöhe, um seine Pläne im ‌Bereich ⁠der Künstlichen Intelligenz (KI) zu finanzieren. Wie die «Financial Times» am ⁠Freitag unter Berufung auf drei Insider berichtete, sucht das Management nach neuen Wegen ‌zur Kapitalbeschaffung. Die internen Diskussionen hätten sich ‌nach der erfolgreichen Aktienplatzierung ​des Google-Mutterkonzerns Alphabet in dieser Woche intensiviert. Alphabet hatte sich auf diesem Weg 84,75 Milliarden Dollar beschafft. Meta habe jedoch noch keine Banken mandatiert, und es seien weiterhin alle Finanzierungsoptionen offen, ‌hiess es in dem Bericht weiter.

Eine Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor. Die Meta-Aktie gab nach Bekanntwerden des ​Berichts um 6,6 Prozent nach.

Die weltgrössten Technologiekonzerne ​zapfen zur Finanzierung ihrer gewaltigen Investitionen ​in die KI-Infrastruktur zunehmend die Fremd- und Eigenkapitalmärkte an. Damit rücken sie ‌von ihrer langjährigen Praxis ab, solche Ausgaben grösstenteils aus den eigenen Barreserven zu bestreiten. Meta hatte im April seine Prognose ​für die ​jährlichen Investitionsausgaben auf 125 ⁠bis 145 Milliarden Dollar angehoben. Im ​Oktober meldete der ⁠Konzern eine Anleiheemission im Volumen von bis zu 30 ‌Milliarden Dollar an – die bislang grösste in der Firmengeschichte. Zudem schloss das Unternehmen eine Finanzierungsvereinbarung über 27 ‌Milliarden Dollar mit dem Investor Blue Owl Capital ​ab.

(Reuters)