Der Umsatz sank auf 195 Millionen Franken nach 283 Millionen Franken im Vorjahr, wie Metall Zug am Montag mitteilte. Hauptgrund war die Dekonsolidierung von Belimed per Juni 2024. Bereinigt um diesen Effekt ging der Umsatz organisch lediglich um 0,8 Prozent zurück.

Rote Zahlen, keine Dividende

Der EBIT belief sich auf minus 17,5 Millionen Franken und lag damit klar unter dem Vorjahreswert. 2024 hatte ein einmaliger Gewinn von 66,6 Millionen Franken aus dem Zusammenschluss von Belimed und Steelco das Ergebnis deutlich gestützt. Neben verschiedenen Sondereffekten belasteten 2025 auch negative Ergebnisbeiträge der Beteiligungen.

Unter dem Strich resultierte ein Konzernverlust von 16,7 Millionen Franken nach einem Gewinn von 52,8 Millionen Franken im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sank auf 67,4 Prozent von 76,8 Prozent.

Der Verwaltungsrat beantragt, für das Berichtsjahr keine Dividende auszuschütten. Im Vorjahr waren 2,00 Franken je A-Aktie und 20,00 Franken je B-Aktie bezahlt worden.

Margendruck bei Haag-Streit

Im grössten Bereich Medical Devices (Haag-Streit) ging der Umsatz um 5,4 Prozent auf 158,5 Millionen Franken zurück und der EBIT lag mit -5,8 Millionen nach einem Gewinn von +1,1 Millionen im Vorjahr im negativen Bereich. Dabei sei die operative Entwicklung durch geringere Volumen, Margendruck, Währungseffekte sowie Einmalkosten belastet worden, heisst es.

Im Geschäftsbereich Technologiecluster & Infra, wurde bei stabilen Erträgen ein ausgeglichenes Ergebnis ausgewiesen. Ab April 2026 werde Silvan Burkhalter die industrielle Entwicklung des Areals in Zug Nord als CEO leiten, heisst es. Er folgt auf Christina Annen, die ihren Posten per Ende März niederlegt.

Im dritten Berichtssegment Investments & Corporate der die drei strategischen Beteiligungen an V-Zug (30 Prozent), Komax (25 Prozent) und SteelcoBelimed (33 Prozent) sowie die Gehrig Gruppe umfasst, ging der Nettoerlös um rund 30 Prozent auf 34,5 Millionen zurück. Der EBIT lag bei -11,7 Millionen Franken.

Talsohle erreicht

Das Unternehmen geht davon aus, dass mit dem Ergebnis 2025 die Talsohle erreicht ist. Das mittel- und langfristige Wachstumspotenzial bleibe weiterhin gross, heisst es. Konkrete Angaben werden nicht gemacht.

Gleichzeitig verweist Metall Zug auf anhaltende Unsicherheiten im Zusammenhang mit geopolitischen Entwicklungen, handelspolitischen Rahmenbedingungen sowie der weiteren Entwicklung des US-Dollars. Die laufenden Investitionen in neue Produkte und die umgesetzten Kostensenkungen sollen jedoch zur Stabilisierung des Geschäfts beitragen.

(AWP)