Der ChatGPT-Entwicklier kann damit künftig sämtliche Produkte auch an ⁠konkurrierende Cloudfirmen wie Amazon Web Services (AWS) oder Google verkaufen. Microsoft bleibe aber der vorrangige ‌Anbieter von Cloud-Dienstleistungen und könne die OpenAI-Programme ‌über eine Lizenzvereinbarung bis ​2032 nutzen, teilte das Startup am Montag mit.

Microsoft-Aktien fielen daraufhin an der Wall Street um 1,4 Prozent. Der Softwarekonzern gehört zu den frühen Geldgebern von OpenAI und hat bislang mehr als ‌13 Milliarden Dollar investiert. Gemessen an der 850 Milliarden Dollar schweren Gesamtbewertung von OpenAI ist die Beteiligung inzwischen etwa 230 Milliarden Dollar wert. ​Zudem muss der Konzern weiteren Angaben zufolge künftig ​keine Umsatzbeteiligung an OpenAI mehr ​zahlen.

Microsoft konnte durch die Exklusiv-Vereinbarung mit dem ChatGPT-Entwickler seine Produkte rasch um KI-Funktionen erweitern. ‌Der Konzern sicherte sich zudem umfangreiche Rechte an den Entwicklungen des Startups als Gegenleistung für die Bereitstellung dringend benötigter Rechenkapazitäten.

Die beiden ​Unternehmen ​hatten im Rahmen der ⁠Umwandlung von OpenAI in eine sogenannte Public ​Benefit Corporation (PBC) im vergangenen ⁠Herbst ihre Zusammenarbeit schon einmal überarbeitet. Damals verlor Microsoft den ‌Status als bevorzugter Cloud-Anbieter. Im Gegenzug buchte OpenAI bei dem Unternehmen Rechenkapazitäten im Volumen von 250 Milliarden Dollar. ‌Darüber hinaus erhält Microsoft bis 2030 20 Prozent ​der OpenAI-Umsätze. 

(Reuters)