Die Anzeigen sollen ‌in ‌den kommenden Wochen zunächst bei Nutzern in den USA erscheinen, die die kostenlose Version oder das günstigere «Go»-Abo nutzen, wie das ​von Microsoft unterstützte Unternehmen am Freitag ‌mitteilte. OpenAI versicherte, dass die ‌Werbung keinen Einfluss auf die von der Künstlichen Intelligenz (KI) generierten Antworten habe und strikt von diesen getrennt werde. Zudem würden keine Gesprächsinhalte an Werbekunden weitergegeben. Für Nutzer ⁠der teureren Abonnements wie Plus, Pro oder Enterprise soll der Dienst werbefrei bleiben.

Der Schritt markiert eine Abkehr vom bisherigen Geschäftsmodell, ​das sich vor allem auf Abonnements stützte. OpenAI ‌steht unter Druck, die ‍Einnahmen zu steigern, um den massiven Ausbau von Rechenzentren zu finanzieren ​und sich auf einen erwarteten Börsengang vorzubereiten. Analysten sehen in den 800 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern ein grosses Umsatzpotenzial, warnen ‌aber auch vor Risiken. ⁠Sollten die Anzeigen als störend empfunden werden, ‌könnten Nutzer zu Konkurrenten wie Google oder Anthropic wechseln, warnte der Emarketer-Analyst ‍Jeremy Goldman. Parallel zur Werbeoffensive weitet OpenAI das «Go»-Abo, das in den USA acht Dollar pro Monat ​kosten soll, weltweit aus.

(Reuters)