Die Zuger Gesellschaft publiziert am Dienstag, 10. März, die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025. Analysten rechnen damit, dass Partners Group das Ergebnis im vergangenen Jahr erneut verbessert hat. Im Fokus der Anleger steht derzeit besonders die KI und inwiefern das Thema Auswirkungen auf das Geschäft des Vermögensverwalters haben wird.
Gemäss dem AWP-Konsens von acht Analysten dürfte Partners Group die Erträge 2025 auf 2'587 Millionen Franken gesteigert haben - ein Plus von über einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr (2'136 Millionen Franken). Rund zwei Drittel davon, also 1'740 Millionen Franken, entfallen auf Management Fees, während Performance Fees gut 857 Millionen Franken beisteuern dürften. Dass die erfolgsabhängigen Einnahmen kräftig anziehen würden, hatte CEO David Layton bereits Mitte Januar angedeutet: Anlässlich der Publikation der verwalteten Vermögen liess er durchblicken, es sei eines der besten Jahre bezüglich eingenommener Performance Fees gewesen.
Das EBITDA wird auf 1'612 Millionen Franken geschätzt, der Reingewinn auf 1'313 Millionen Franken, was einen Anstieg von gut 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1'128 Millionen Franken) bedeutet.
Für die Aktionäre dürfte zudem eine Dividendenerhöhung auf 45,33 Franken je Aktie bereitstehen, nach 42 Franken im Vorjahr.
Neben der Vorlage der Jahreszahlen hält der Zuger Asset Manager am Dienstag auch einen Investorentag ab. Im Fokus der Analysten stehen vor allem Aussagen zum mittelfristigen (Wachstums-)Ausblick, Updates zu Partnerschaften (insbesondere jener mit Blackrock), zu neuen Produkten und Strategien (Royalties, Special Opportunities, Evergreens) sowie zu neuen Kundengruppen (Altersvorsorgeprogramme in den USA). Gleichzeitig bleiben die KI-Sorgen ein grosses Thema.
Wie viel KI-Exposure hat Partners Group?
«Wir erwarten, dass sich die Firma detaillierter zu den jüngsten Entwicklungen und Sorgen im Zusammenhang mit dem Exposure der Industrie gegenüber Software-Firmen äussern wird», schreibt im Vorfeld ZKB-Analyst Daniel Regli. Seiner Ansicht nach wird Partners Group betonen, dass das Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz ein deutlich tieferes und konservativeres Exposure habe, was im derzeitigen Umfeld helfen sollte.
Die Aktie sei ungerechtfertigt in Sippenhaft mit der Industrie genommen, kommentiert Regli. Er rechne damit, dass das Management viele dieser Ängste am Capital Markets Day zerstreuen und den Fokus wieder auf die positiven Entwicklungen richten könne.
Partners Group hatte vor rund zwei Wochen bereits auf die markanten Kursrückgänge des Sektors wegen einer möglichen hohen Exponierung der Investitionen in Künstliche Intelligenz reagiert. Die Firma wies in einer Mitteilung Sorgen um ihr Portfolio zurück: Man habe seit langem das direkte Engagement in Technologieunternehmen bewusst begrenzt und reduziert, hiess es.
Welche Ziele hat das Management ausgegeben?
Für das neu angelaufene Geschäftsjahr 2026 rechnet die Gruppe mit einem weiteren Neugeldzufluss und geht von Kapitalzusagen von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar aus. Im Geschäftsjahr 2025 waren es 26 Milliarden. Langfristig sollen die verwalteten Vermögen bis 2033 auf über 450 Milliarden Dollar ansteigen. Ende 2025 standen diese bei 185 Milliarden.
Partners Group bestätigte zudem Mitte Januar die Prognose, dass die Performancegebühren langfristig 25 bis 40 Prozent der Einnahmen ausmachen würden. 2026 dürften die erfolgsabhängigen Erträge allerdings im unteren Bereich der kommunizierten Spanne liegen. Dies auch, weil einige der Performance Fees bereits 2025 realisiert worden seien. 2024 machten diese einen Anteil von 24 Prozent der Gesamterträge aus.
Was macht die Aktie?
Partners Group sind massiv zurückgekommen - auch im Zuge der Ängste über negative Auswirkungen der KI-Welle auf die Private-Equity-Branche. Im Montagvormittagshandel fielen die Titel gar auf ein Mehrjahrestief bei 801,80 Franken. Das zuletzt markierte Hoch Mitte Februar 2025 bei 1426,50 Franken ist in weite Ferne gerückt, und das Allzeithoch bei 1667 Franken vom November 2021 scheint in naher Zeit unerreichbar.
Gemäss Daten von Bloomberg empfehlen elf Analysten die Aktie zum Kauf, fünf zum Halten und zwei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel veranschlagen sie auf 1'210,44 Franken - ein Aufwärtspotenzial von 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.
(AWP/cash)
