Die Sparte Power Systems gehe für einen vorläufigen Kaufpreis von 350 Millionen Euro an die Beteiligungsgruppe Aequita, teilte der Düsseldorfer Konzern Rheinmetall am Mittwoch mit. Der Preis könne sich bis zum Abschluss der Transaktion voraussichtlich zum Ende des Jahres aber noch ändern. Die Trennung sorge zudem für zusätzliche Wertberichtigungen von rund 200 Millionen Euro bei Rheinmetall.
Der Düsseldorfer Konzern hatte die Sparte, die mit rückläufigen Umsätzen und Gewinnen kämpft, zum Verkauf gestellt. Der Bereich, der Teile für die kriselnde Autoindustrie fertigt, gehört nicht mehr zum Kerngeschäft. Rheinmetall will sich auf das profitable und aktuell stark wachsende Rüstungsgeschäft konzentrieren. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wird die westliche Rüstungsindustrie für die Stärkung der Streitkräfte gebraucht - Rheinmetall profitiert davon. Das Abrücken der US-Regierung unter Präsident Donald Trump von der Nato und der geplante Abzug von US-Truppen aus Deutschland kurbeln die Nachfrage aus Europa nach Waffen und Munition weiter an. Rheinmetall hatte jüngst weitere militärische Grossaufträge eingefahren. Rumänien hatte etwa bei den Düsseldorfern in einem Grossauftrag für ein Rüstungspaket unter anderem Panzer, Munition und Marineschiffe im Wert von insgesamt rund 5,7 Milliarden Euro bestellt. Die Bundeswehr erteilte den Auftrag zur Lieferung von mehr als 2000 Militär-Lastwagen für mehr als eine Milliarde Euro.
(Reuters)

