Die Erlöse sollen von 300 Millionen Euro im vergangenen ⁠Jahr auf rund 600 Millionen Euro steigen, sagte Firmenchef Zhaopeng Chen in ‌einem am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit der ‌Zeitung «Wall Street Journal». Damit ​könnte das Unternehmen in zwei bis drei Jahren profitabel wirtschaften. Die entsprechenden Kundenverträge für das prognostizierte Wachstum seien unterzeichnet, erklärte er weiter. Bislang hat das 2018 gegründete Unternehmen rund 1,5 ‌Milliarden Dollar von Investoren unter der Führung des japanischen Technologieinvestors Softbank eingesammelt. Bei seiner Expansion setzt Agile Robots auf Industrieerfahrung, die durch ​mehr als ein Dutzend Firmenübernahmen ausgebaut wurde.

Die ​Roboter von Agile Robots werden ​bereits in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Strategische Kooperationen gibt es unter anderem mit Tinavi ‌aus China, die orthopädische Chirurgie-Roboter herstellen und dem Neurochirurgie-Roboter-Anbieter Remebot. Während das aktuelle Geschäft stark auf Industrierobotern fusst, arbeitet das Start-up zudem ​an ​humanoiden Robotern. Um deren ⁠Fähigkeiten bei der Entscheidungsfindung zu verbessern, ist ​Agile Robots in ⁠diesem Jahr eine Partnerschaft mit Google DeepMind eingegangen. Firmenchef Chen ‌ist überzeugt, dass Roboter in Zukunft zu Konsumgütern werden. In zehn bis 15 Jahren werde der Anblick ‌von humanoiden Robotern auf der Strasse so ​alltäglich sein wie heute der von Autos, sagte er der Zeitung. 

(Reuters)