Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) stieg um rund 14 Prozent auf ⁠60 Millionen Euro, wie TKMS am Montag mitteilte. Der Umsatz kletterte um ‌zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Damit ‌übertraf der Konzern die Erwartungen ​von Analysten leicht, die im Schnitt mit einem Betriebsgewinn von 59 Millionen Euro und einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro gerechnet hatten. Treiber des Wachstums waren demnach die Sparten für U-Boote und Sonartechnologie. ‌Durch neue Bestellungen erreichte der Auftragseingang von 3,4 Milliarden Euro, der Auftragsbestand summierte sich Ende März auf ein neues Rekordhoch von insgesamt 20,6 ​Milliarden Euro.

Die Nachfrage nach Waffen in der ​Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine ​und des Abrückens der US-Regierung von der Nato beschert den Rüstungskonzernen in Europa ‌zahlreiche neue Aufträge. Auch der deutsche Branchenprimus Rheinmetall eilt von Rekord zu Rekord. Sowohl TKMS als auch Rheinmetall wollen im Zuge ihrer ​Expansion ​die Werft German Naval Yards ⁠Kiel (GNYK) übernehmen. Beide Konzerne haben unverbindliche Angebote eingereicht. ​Die Gespräche zwischen ⁠TKMS und den GNYK-Eigentümern würden «weiterhin ergebnisoffen geführt», erklärte TKMS.

Der Konzern liege im ‌Plan, seine Jahresziele für das Geschäftsjahr 2025/26 zu erreichen. Danach soll die bereinigte Ebit-Marge bei über sechs Prozent ‌liegen. Im Halbjahr erreichte sie 5,1 Prozent. Der ​Umsatz soll gegenüber dem Vorjahr um zwei bis fünf Prozent wachsen.

(Reuters)