Der operative Gewinn sank 2025 wie am Finanzmarkt erwartet um 19 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Nettogewinn brach noch stärker ein um ein Drittel auf zwei Milliarden Euro - die Dividende soll dennoch wie im Vorjahr 1,90 Euro betragen. In der Region Nordamerika sackte das Ergebnis um 35 Prozent ab, die Marge war mit 10,7 Prozent aber trotzdem deutlich höher als in Europa und Asien. «Unsere Ergebnisse für 2025 zeigen eine verbesserte operative Performance in einem herausfordernden Geschäftsumfeld», erklärte Vorstandschefin Karin Radström.
Auf dem wichtigsten Einzelmarkt USA belasteten nicht nur die erhöhten Zölle. Die Kunden hielten sich mit Anschaffungen wegen der unsicheren Wirtschaftslage infolge der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zurück. Im vierten Quartal zeichnete sich aber eine Erholung beim Auftragseingang ab, wie der Dax-Konzern erklärte. Auch das Europa-Geschäft der Marke Mercedes-Benz Trucks belebte sich. Daimler Truck geht wegen der steigenden Auftragsdynamik davon aus, dass das zweite Halbjahr stärker ausfallen wird als das erste. «Für 2026 sind wir gut positioniert für eine operative Verbesserung durch höhere Stückzahlen und Effizienzgewinne, die wesentlich höhere Zolleffekte ausgleichen», erklärte Finanzchefin Eva Scherer.
Die Prognose für das laufende Jahr berücksichtigt die Ausgliederung der japanischen Tochter Mitsubishi Fuso, die mit der Toyota-Tochter Hino Motors verschmolzen wurde. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen aus fortgeführten Aktivitäten im Industriegeschäft einen Umsatz von 42 bis 46 Milliarden Euro nach 42,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Das bereinigte Ebit wird zwischen 3,2 und 3,7 Milliarden Euro prognostiziert nach 3,5 Milliarden Euro. Die Marge im Industriegeschäft soll zwischen sechs und acht Prozent liegen und damit nicht gegenüber 2025, als sie 7,9 Prozent betrug, steigen. Die Prognose berücksichtige keine möglichen Folgen des Nahostkonflikts auf Lieferketten und Gesamtwirtschaft. Im abgelaufenen Jahr war der Umsatz inklusive Mitsubishi um neun Prozent auf 49,4 Milliarden Euro geschrumpft.
In Europa kommt das Effizienzprogramm «Cost Down Europe», das mit dem Abbau Tausender Arbeitsplätze in Deutschland verbunden ist, Radström zufolge mit mehr als 100 Millionen Euro Nettoeinsparungen schneller voran als geplant. In diesem Jahr sollen die Kosten um mindestens 250 Millionen Euro weiter sinken, bis 2030 ist ein Rückgang um eine Milliarde Euro angestrebt.
(Reuters)

