In der abgelaufenen Handelswoche haben Investorinnen und Investoren wieder vermehrt bei Givaudan zugegriffen. Die Aktie ist seit vergangenem Freitagabend um 6,8 Prozent auf 3463 Franken vorgerückt und hat damit alle anderen Titel des Swiss Market Index (SMI) übertroffen. Dieser verzeichnet ein 1,6-prozentiges Plus.
Der momentane Stand der Givaudan-Valoren entspricht auch einem Elf-Wochen-Hoch und folgt auf eine längere Schwächephase - zwischen Anfang Juli und heute wurden die Aktien weitgehend gemieden; und auch auf längere Sicht zählen die Titel des Duftstoffherstellers zu den vernachlässigten Werten im SMI. Seit dem Hoch, das vor zwei Jahren bei 4670 Franken erreicht wurde, haben sie um 25 Prozent nachgegeben.
Dass es diese Woche wieder zügig nach oben ging, hängt mit verschiedenen positiven Analystenkommentaren zusammen. Am Dienstag erhöhte der zuständige Experte von Barclays das Kursziel auf 3450 von 3300 Franken, dies bei unverändertem «Equal Weight»-Rating. Gleichentags bekräftigte die zuständige Expertin der US-Bank JPMorgan ihr «Overweight»-Rating und zog das Preisziel für die Givaudan-Aktie auf 3700 von 3600 Franken hoch. Am Freitag folgte die Citigroup, indem sie zwar beim «Neutral»-Rating blieb, aber das Preisziel auf 3450 von 3150 Franken angepasst hat.
Die Expertinnen und Experten haben bereits den Bericht zu den ersten neun Monaten des Jahres in den Blick genommen; er erscheint am 13. Oktober. Dazu hat beispielsweise die Analystin von JPMorgan ihre Schätzung zum organischen Umsatzwachstum angehoben, wobei beide Givaudan-Divisionen positiv abschneiden dürften.
Die JPMorgan-Spezialistin ist auch darüber hinaus zuversichtlicher als auch schon und sieht neu einen Gewinn pro Aktie (GpA) von 135,09 Franken im Jahr 2026 und von 141,81 Franken im Jahr 2027. Damit veranschlagt sie höhere Werte als die Zürcher Kantonalbank (ZKB), welche den GpA bei 109,90 Franken im Jahr 2026 und bei 133,30 Franken im Jahr 2027 erwartet. Indes prognostizieren beide Institute - JPMorgan und ZKB - mittelfristig ansteigende Kennzahlen.
Allenfalls aufkommende Euphorie um Givaudan wird durch den Blick auf den Marktkonsens wieder gebremst. Der aktuelle Stand der Aktie liegt bereits auf Höhe des durchschnittlichen Kursziels von 3458 Franken. Entsprechend sind grössere Avancen kaum erwartbar. Neun Analysten empfehlen Givaudan zum Kauf, elf sagen «Hold», drei sind für «Sell». In Stein gemeisselt sind die Einstufungen nicht. Schon das Investorentreffen von nächster Woche kann Bewegung bringen.
Unterdessen haben sich in der zurückliegenden Woche auch andere Titel hervorgetan. Die Gesundheitswerte Galderma (plus 4,1 Prozent), Novartis (plus 4,1 Prozent), Lonza (plus 3,8 Prozent) und Sandoz (plus 2,9 Prozent) waren gefragt. Auch Swiss Re avancierte - plus 3,4 Prozent. Unter Druck standen hingegen Zurich Insurance (minus 2,4 Prozent), UBS (minus 2,4 Prozent) und Partners Group (minus 2,2 Prozent).

