Schweizer Börse auf Konsolidierungskurs

Die Schweizer Börse hat sich am Montag in sehr engen Spannen bewegt und leicht nachgegeben.
18.02.2013 17:35
Rare Impulse: An der Schweizer Börse bliebs am Montag ruhig.
Rare Impulse: An der Schweizer Börse bliebs am Montag ruhig.
Bild: cash

Wegen des US-Feiertags "President's Day" blieben die Märkte in den USA geschlossen und Impulse aus dem Ausland blieben rar. Der Gipfel der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am Wochenende in Moskau wartete nicht mit konkreten Ergebnisse auf. Nach dem starken Jahresauftakt - der Leitindex SMI hat bisher rund 10 Prozent gewonnen - sei eine Verschnaufpause gut. "In diesem Tempo kann es nicht weitergehen", sagte ein Händler.

Der SMI notiert zum Handelsschluss minimal tiefer bei 7497 Zählern. Der breite SPI bröckelt 0,1 Prozent auf 6903 Punkte ab.

Die Kursausschläge bei den Bluechips halten sich zumeist mit weniger als 1 Prozent sehr in Grenzen. Im Laufe der Woche sei mit Blick auf die Firmenbilanzen und Konjunkturdaten mit anziehender Aktvität zu rechnen. Bereits am Dienstag legt Nobel Biocare die Zahlen vor. Die Aktien der Zahnimplantate-Firma steigen um 3,2 Prozent. Die Anleger wetteten auf ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm, hiess es. "Je nach dem was morgen veröffentlicht wird, kann sich die Aktie heftig bewegen", sagte ein Händler. Die Titel zählten zu den am stärksten leerverkauften in Europa. Die Anteile von Konkurrent Straumann rücken 0,6 Prozent vor. Straumann legt den Jahresabschluss am Donnerstag vor.

Novartis von allen Seiten kritisiert

Die Aktien der als krisensicher geltenden Firmen Nestlé, Actelion und Novartis notieren kaum verändert. Roche steigen 0,5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit rund fünf Jahren.

Die Aktionärs-Gruppen Ethos und Actares wollen dem Novartis-Verwaltungsrat auf der Generalversammlung am Freitag die Entlastung verweigern. Aktionäre und Politiker kritisieren, dass der abtretende Präsident Daniel Vasella nach seinem Rücktritt über sechs Jahre bis zu 72 Millionen Franken erhalten soll.

Die Anteile zyklischer Firmen können sich meist behaupten, so auch ABB. Sulzer gewinnen dagegen 2,4 Prozent. Analysten äusserten sich positiv zu dem am Freitag veröffentlichten Jahresabschluss des Anlagenbauers.

Bei den Bankaktien stehen Credit Suisse und VP Bank höher. Eine Kaufempfehlung und Kurszielerhöhung der Citigroup auf 35,50 von 33 Franken verhilft der Aktie der Bank Vontobel zu einem Kursplus von 4,5 Prozent. Julius Bär verlieren 0,5 Prozent, UBS sind gehalten. Auch die Versicherungswerte sind kaum verändert.

(Reuters)