Die Aktien von Burkhalter steigen am Donnerstag um 2 Prozent auf 120,60 Franken. Damit stoppen sie, zumindest vorübergehend, den Sinkflug der vergangenen Monate. Am Mittwoch waren die Titel auf dem tiefsten Stand seit April 2025 beziehungsweise auf einem 18-Monate-Tief angelangt.

Zuvor hatten sie im April 2026 bei 192,40 Franken ein Allzeithoch erreicht. Burkhalter bot den Investoren aufgrund des Fokus auf den Heimmarkt Schweiz Schutz vor den Folgen der Wirren auf weltpolitischer Ebene, namentlich vor jenen des Nahostkonflikts. Zudem profitierte das Unternehmen von der anhaltenden Nachfrage nach energieeffizienten Gebäudetechniklösungen sowie von einem nach wie vor hohen Sanierungs- und Renovationsbedarf.

Dann aber zogen Gewinnmitnahmen den Titel nach unten, und die geopolitische Lage entspannte sich wenigstens ein Stück weit. Zuletzt enttäuschten auch die Halbjahreszahlen, wobei insbesondere unerwartet schwaches organisches Wachstum ins Gewicht fiel.

Hingegen gibt es auch positive Punkte. So ist die Profitabilität gestiegen und hat die Konsenserwartungen der Analysten übertroffen. Der freie Cashflow wurde von Analysten als «solide» eingestuft. Zudem überzeugt Burkhalter durch eine Dividendenrendite von 4,3 Prozent. Damit kann das in Zürich ansässige Unternehmen mit den regelmässig als Dividenden-Titel bezeichneten Aktien von Swiss Re (Dividendenrendite: 4,6 Prozent) oder Swisscom (4,1 Prozent) mithalten. 

«Wir sehen Burkhalter als soliden Investment-Case, insbesondere für Investoren, die einen Schweizer ‹Pure-Play› suchen», schrieb der zuständige Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB), Andreas von Arx, in seiner Einschätzung der am Montag vorgestellten Halbjahreszahlen. Er stuft Burkhalter mit «Marktgewichten» und damit weitgehend gleich ein wie die von Bloomberg erfassten Experten. Fünf von fünf sagen «Hold», entsprechend gibt es weder «Buy»- noch «Sell»-Ratings. 

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 144 Franken. Gemessen daran können Investoren auf einen 19-prozentigen Kursgewinn gegenüber dem momentanen Stand hoffen. 

Reto Zanettin
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