Der Kriegsausbruch im Iran hat dem US-Dollar als Weltleitwährung Rückenwind verliehen. Als «sicherer Hafen» war aber auch der Franken am Montag gefragt. Am Nachmittag schwächte er sich aber wieder etwas ab, wobei auch die SNB eine Rolle gespielt haben mag. 

«Der ultimative sichere Hafen unter den Währungen ist aktuell der Schweizer Franken», schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Daher legte die Schweizer Währung im frühen Handel auch deutlich zu. So sackte das Euro/Franken-Paar auf 0,9034 ab und markierte damit ein neues Rekordtief, klammert man die Verwerfungen rund um die Aufhebung der Euro-Mindestgrenze 2015 aus. Auch der Dollar fiel kurz unter die Marke von 77 Rappen zurück.

Ab dem Mittag schwächte sich der Franken jedoch deutlich ab und stabilisierte sich auf einem klar tieferen Niveau. So wird der Euro wieder zu 0,9122 Franken gehandelt und der Dollar steht bei 0,7794 wieder knapp unter der Marke von 78 Rappen.

Eine Stütze mögen dabei Aussagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gewesen sein. «Angesichts der internationalen Entwicklung ist unsere Bereitschaft am Devisenmarkt zu intervenieren erhöht», hies es von der Notenbank (zum Artikel). «Wir sind bereit am Devisenmarkt zu intervenieren, um eine rasche und übermässige Aufwertung des Frankens abzudämpfen, die die Preisstabilität in der Schweiz gefährdet.»

Der Euro zeigt sich dagegen zum US-Dollar schwächer. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,1703 US-Dollar nach 1,1745 gegen Mittag und 1,1740 am Morgen. Der Dollar profitiere dabei von seiner wichtigen Rolle in der Weltwirtschaft, heisst es von Analysten. So sei ein erheblicher Teil der grenzüberschreitenden Kredite und Anleihen in US-Dollar denominiert. Für die Sicherstellung von Zahlungen in Krisenfällen steige daher die Nachfrage nach dem Dollar.

(AWP)